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Redaktion apotheken.de » Gesundheit und Politik » Arzneimittelversorgung

Alternative Therapien immer beliebter


Apotheken informieren über homöopathische Arzneimittel


Immer mehr Menschen interessieren sich für alternativen Therapierichtungen und homöopathische Arzneimittel. Apotheken und Krankenkassen stellen sich auf den wachsenden Bedarf ein: Derzeit ermöglichen 100 Betriebs- und Innungskrankenkassen ihren Versicherten eine gezielte Versorgung bei qualifizierten Ärzten und Apothekern. Rund 3.000 Apotheken aus dem gesamten Bundesgebiet nehmen an insgesamt fünf verschiedenen Einzel-, Beitritts- und Rahmenverträgen teil. Das teilt der Deutsche Apothekerverband (DAV) mit. Vertragspartner ist neben Kassen und DAV auch der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) mit rund 4.000 Mitgliedern.

Kassen bieten Wahltarife an

Homöopathische Arzneimittel werden grundsätzlich nicht von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Im Rahmen der Selbstmedikation müssen diese Präparate bei Bedarf von den Patienten komplett selbst bezahlt werden. Etliche Kassen bieten jedoch einen „Wahltarif für Arzneimittel der besonderen Therapierichtungen“ an. In diesem Fall muss sich der Versicherte für eine bestimmte Zeit an seine Kasse binden und einen Zusatzbeitrag entrichten. Im Gegenzug erstattet die Kasse die Kosten für homöopathische Arzneimittel.

Umfassende Betreuung durch Arzt, Apotheke und Krankenkasse

Neben einem Wahltarif können viele Versicherte auch die Vorteile von Homöopathieverträgen nutzen: Sofern ihre Krankenkasse, ihr Arzt und ihre Apotheke die Teilnahme erklärt haben, können sich die Patienten umfassend betreuen lassen. In der Apotheke betrifft dies unter anderem die Beratung über die Anwendung der homöopathischen Präparate, die Versorgung mit seltenen Arzneimitteln sowie die Kommunikation mit dem homöopathischen Arzt. Die teilnehmenden Apotheken sind dafür besonders qualifiziert durch spezielle Fort- und Weiterbildungen in Naturheilverfahren und Homöopathie.


07.12.2009 | Von: Dorothee Steeb