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Diagnosefinder
Ambulante OPs: sicher und günstiger
Gute Ergebnisse bei Operationen ohne Krankenhausaufenthalt
Patienten sind mit der Qualität von ambulanten Operationen zufrieden. Das ergab eine aktuelle Studie der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB). Die Autoren weisen darauf hin, dass es finanziell noch Einsparpotenzial gibt, wenn mehr Eingriffe von den Kliniken in Arztpraxen verlegt werden.
Hohe Patientenzufriedenheit
Patienten, die sich für eine ambulante Operation entschieden haben, sind damit offenbar zufrieden. Befragt wurden Operierte, die Eingriffe an Gebärmutter, Leiste, Nase und Schulter hinter sich haben. 97,5 Prozent von ihnen bewerteten den Eingriff mit „sehr gut“ oder „gut“. 95,5 Prozent der Patienten würden sich, falls notwendig, wieder ambulant operieren lassen. Zudem hatten 94,9 Prozent der Patienten das Gefühl, zuhause nach dem Eingriff ausreichend betreut worden zu sein. Das zeige, dass die niedergelassenen Operateure eine hohe Qualität bieten, sagte der Chef der KVB, Axel Munte.
Sparpotenzial in Millionenhöhe
Für ambulante Operationen spreche auch, dass sie bei gleich guter Patientenversorgung laut einem Gutachten viel Geld sparen können. Laut Angaben des Bundesverbandes ambulantes Operieren (BAO) werden beispielsweise Meniskusoperationen am Kniegelenk in anderen europäischen Ländern bereits zu 90 Prozent ambulant durchgeführt, in Deutschland sind es rund 32 Prozent. Pro Operation könnten dabei etwa 290 Euro gespart werden, was allein bei Meniskusoperationen Einsparungen in Millionenhöhe bedeuten könnte.
Insgesamt errechnet das gesundheitsökonomische Gutachten ein potenzielles Einsparvolumen von knapp 515 Millionen Euro im Jahr. „Angesichts solcher Zahlen appellieren wir an Politik und Krankenkassen, das ambulante Operieren stärker zu fördern“, lautet das Fazit von KVB-Chef Munte.



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