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Arbeitslosigkeit macht krank
Studie über negative Folgen der Arbeitslosigkeit
Der Mythos vom faulen Lenz und Sozialschmarotzern, die sich ins Fäustchen lachen, hält sich hartnäckig. Tatsächlich ist Arbeitslosigkeit eine psychische und sogar körperliche Belastung für die Betroffenen, wie jetzt auch eine Studie des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) zeigt.
Doppelt so oft krank
Demnach ist für Betroffene die Arbeitslosigkeit zu Beginn vor allem eine psychische Belastung. Doch in der Folge kommt es nach und nach auch zu körperlichen Beschwerden. Doppelt so häufig wie Erwerbstätige sind Arbeitslose im Schnitt krank. In allen Altersgruppen geht es ihnen gesundheitlich schlechter als Gleichaltrigen mit Arbeit.
35 Prozent der Arbeislosengeld-II-Empfänger leiden unter starken gesundheitlichen Einschränkungen. Darunter fallen nur amtlich bestätigte Behinderungen, nach eigener Einschätzung fühlen sich sogar 45 Prozent gesundheitlich eingeschränkt. „Je länger die Arbeitslosigkeit dauert und je geringer die Perspektiven auf einen Wiedereinstieg sind, desto belastender wird die Situation für die Betroffenen und ihre Familien“, heißt es in einer Mitteilung von DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach zu den Ergebnissen.
Schlechtere Heilungschancen
Auch die Heilungschancen sind für Arbeitslose offenbar besonders schlecht. So waren etwa Arbeitslosengeld-I-Empfänger bei Krebserkrankungen mehr als doppelt so lang krankgeschrieben als andere Pflichtversicherte. Der Weg aus der Krankheit könne für viele Betroffene nur dann gelingen, wenn sie eine berufliche Perspektive bekämen, erklärt Buntenbach. Sie fordert auch bessere Vorbeugung für Arbeitslose, die meist von den Präventionsprogrammen der Krankenkassen nicht erfasst würden.




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