Notdienstapotheken
Serviceapotheken
Apotheken
Ärztliche Bereitschaft
Giftnotruf

Gesund leben | Vorsorge

Eltern und Kind

Gesundheit und Politik

Krankheiten | Therapie

Premium Gesundheitsinfos

Archiv

«
Februar - 2012
»
SMDMDFS
 
01
02
03
05060708091011
12131415161718
19202122232425
26272829 

Diagnosefinder

diagnosefinder
Medizinlexikon
A B C D E F G H I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z
Twitter
 
Redaktion apotheken.de » Gesund leben | Vorsorge » Forschung verstehen
Arbeitslosengeld-II-Empfänger sind doppelt so oft krank wie Erwerbstätige.
Weitere interessante Artikel

Arbeitslosigkeit macht krank


Studie über negative Folgen der Arbeitslosigkeit


Der Mythos vom faulen Lenz und Sozialschmarotzern, die sich ins Fäustchen lachen, hält sich hartnäckig. Tatsächlich ist Arbeitslosigkeit eine psychische und sogar körperliche Belastung für die Betroffenen, wie jetzt auch eine Studie des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) zeigt.

Doppelt so oft krank

Demnach ist für Betroffene die Arbeitslosigkeit zu Beginn vor allem eine psychische Belastung. Doch in der Folge kommt es nach und nach auch zu körperlichen Beschwerden. Doppelt so häufig wie Erwerbstätige sind Arbeitslose im Schnitt krank. In allen Altersgruppen geht es ihnen gesundheitlich schlechter als Gleichaltrigen mit Arbeit.

35 Prozent der Arbeislosengeld-II-Empfänger leiden unter starken gesundheitlichen Einschränkungen. Darunter fallen nur amtlich bestätigte Behinderungen, nach eigener Einschätzung fühlen sich sogar 45 Prozent gesundheitlich eingeschränkt. „Je länger die Arbeitslosigkeit dauert und je geringer die Perspektiven auf einen Wiedereinstieg sind, desto belastender wird die Situation für die Betroffenen und ihre Familien“, heißt es in einer Mitteilung von DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach zu den Ergebnissen.

Schlechtere Heilungschancen

Auch die Heilungschancen sind für Arbeitslose offenbar besonders schlecht. So waren etwa Arbeitslosengeld-I-Empfänger bei Krebserkrankungen mehr als doppelt so lang krankgeschrieben als andere Pflichtversicherte. Der Weg aus der Krankheit könne für viele Betroffene nur dann gelingen, wenn sie eine berufliche Perspektive bekämen, erklärt Buntenbach. Sie fordert auch bessere Vorbeugung für Arbeitslose, die meist von den Präventionsprogrammen der Krankenkassen nicht erfasst würden.


17.08.2010 | Von: Stefanie Grutsch; Bild: Harald07/Fotolia