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Diagnosefinder
Arterienverschluss: Buflomedil schadet
Arzneimittelbehörde plädiert für Verkaufsstopp
Der Wirkstoff Buflodemil, der bei Patienten mit arterieller Verschlusskrankheit zum Einsatz kommt, ruft schwere neurologische Schäden und Herzkomplikationen hervor. In manchen Fällen enden diese sogar tödlich. Für die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) Grund genug, den Wirkstoff langfristig aus dem Verkehr ziehen zu wollen.
Kaum Nutzen – viel Schaden
Vor allem Raucher und Diabetiker leiden an der arteriellen Verschlusskrankheit. Ursache dieser Erkrankung ist eine fortschreitende Arteriosklerose. Dabei verengen sich die Beinarterien derart, dass die Beine kaum noch durchblutet werden. Eine Konsequenz daraus: Patienten können nur noch eine begrenzte Wegstrecke ohne Schmerzen zurücklegen. Der Wirkstoff Buflodemil soll Betroffenen ermöglichen, wieder ein längeres Stück schmerzfrei zu laufen – indem es die Gefäße erweitert und die Durchblutung fördert.
Ob Patienten von dieser Therapie profitieren, ist unter Medizinern umstritten. Zwar sei nachgewiesen, dass Buflodemil wirkt, dennoch bringe nach Ansicht vieler Ärzte die Einnahme keinen Nutzen gegenüber einem konsequent durchgeführten Gehtraining. Zudem erlitten Patienten in Frankreich immer wieder schwere Komplikationen, weshalb die nationale Arzneimittelbehörde bereits vor Buflodemil gewarnt hatte. Bei Betroffenen kam es zu Epilepsien, Blutdruckabfall, Herzrhythmusstörungen sowie Herzstillstand.
Ziel Wirkstoff vom Markt nehmen
Aufgrund der Daten zu Buflomedil betont nun auch die EMA, dass die Einnahme Betroffenen mehr schadet als nutzt. Ziel müsste es nun sein, den Wirkstoff vom Markt zu nehmen. Den Ärzten rät die EMA, Patienten künftig nicht mehr mit Buflomedil zu behandeln und auf alternative Medikamente umzusteigen.



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