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Arzneimittelreste nicht spenden
Übrige Arzneimittel sind für Entwicklungsländer keine Hilfe
Nicht mehr benötigte Medikamente sollten nicht für Entwicklungsländer gespendet, sondern als Abfall entsorgt werden. Sie als Almosen weiterzugeben, sei für die Empfängerländer problematisch. Darauf weist die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) hin.
Großpackungen günstiger
„Wir lehnen das Sammeln von Arzneimittelresten aus Haushalten oder von Ärztemustern prinzipiell ab“, sagt Ulrich Brunner, Vorsitzender des Vereins Apotheker ohne Grenzen. Das Sammeln, Sortieren und Vernichten von nicht benötigten alten Arzneimitteln ist aufwändig und teuer. Die Medikamente in Großpackungen zu kaufen, sei im Vergleich dazu wesentlich günstiger.
Bedürfnisse des Empfängerlands im Vordergrund
Noch weitere Argumente sprechen aus Sicht der ABDA gegen Arzneimittelspenden: Die Bedürfnisse des jeweiligen Empfängerlandes müssen im Vordergrund stehen. In tropischen Gebieten leiden die Menschen häufig an Krankheiten wie Malaria oder Tuberkulose, die in Deutschland nur eine untergeordnete Rolle spielen. Für Medikamente gegen in Deutschland häufige Krankheiten, wie Bluthochdruck oder Diabetes, haben Entwicklungsländer hingegen kaum Bedarf.
Deutsche Beschriftung unbrauchbar
Ein weiteres Argument gegen Arzneimittelspenden sei, dass die Packungen auf Deutsch beschriftet sind und damit für die Menschen in Entwicklungsländer meist unverständlich. „Selbst wenn das gespendete Medikament einen benötigten Wirkstoff enthält: Eine wilde Mischung einzelner Packungen verschiedener Fertigarzneimittel mit unterschiedlichen Namen und in unterschiedlichen Dosierungen stiftet mehr Verwirrung, als dass sie nutzt“, sagt Brunner. Angebrochene oder bereits verfallene Arzneimittelpackungen sind als Spenden ohnehin nicht brauchbar.



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