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Asthmarisiko bei Herbstbabys
Kühle Jahreszeit begünstigt Asthma
Bei der Geburt kommt es offenbar auf das richtige Timing an. Kinder, die in unseren Breitengraden im Herbst zur Welt kommen, haben ein größeres Risiko, an Asthma zu erkranken. Das ist das Ergebnis einer Studie des Asthmaforschungszentrum der amerikanischen Vanderbilt Universität.
Risiko um 30 Prozent erhöht
Professor Tina Hartert hat die Daten von mehr als 95.000 Kindern verglichen, die zwischen 1995 und 2000 geboren wurden. Am meisten gefährdet sind demnach Neugeborene, die im Dezember oder Januar gezeugt werden. Sie kommen etwa vier Monate vor dem jährlichen Höhepunkt der Erkältungs- und Grippewelle zur Welt. Bei ihnen ist laut Professor Hartert das Risiko einer Asthmaerkrankung um 30 Prozent erhöht. Die Medizinerin schließt daraus, dass neben den genetischen Faktoren auch Erkältungs- und Grippeviren eine wichtige Rolle bei der Erkrankung spielen. Sie vermutet, dass eine erblich bedingte Neigung zu Asthma durch schwere Vireninfektionen verstärkt und vorangetrieben wird.
Dabei entwickelt sich Asthma besonders häufig bei Kindern, die in den ersten sechs Monaten eine Atemwegsinfektion durchgemacht haben. Bis zum Alter von sechs Monaten sind Babys besonders empfindlich, da ihr Immunsystem noch nicht ausgereift ist. Sie sind zur Infektabwehr auf die mütterlichen Antikörper angewiesen, die seit der Schwangerschaft im kindlichen Organismus kursieren.
Vorsichtsmaßnahmen
Um dem Asthma vorzubeugen können Eltern mit Kinderwunsch einige Vorsichtsmaßnahmen treffen. Das ist vor allem sinnvoll, wenn Asthma in der Familie liegt und dadurch ein erhöhtes Risiko für das Baby besteht. In der Schwangerschaft ist es wichtig, mit genügend Vitamin D versorgt zu sein. Das stärkt das Immunsystem der Mutter und damit auch die des Kindes. Mit fischreicher Ernährung und täglichen Spaziergängen in der Sonne lässt sich das erreichen. Die Sonne regt die Vitamin-D-Produktion der Haut an. Nach der Geburt sollten Mütter außerdem einfache Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen befolgen. So verhindern sie, dass sie Viren und andere Krankheitserreger auf das Baby übertragen.
- Links:
- Die Studie wurde im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine veröffentlicht. Sie ist dort im Volltext einsehbar.



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