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Diagnosefinder
Asthmaspray gegen Arterienverkalkung
Kortison für Asthmatiker schützt die Gefäße
Asthmasprays mit Kortison, die gegen die Entzündung der Bronchien helfen, schützen offenbar auch die Blutgefäße vor Arteriosklerose. Darauf weisen die Lungenärzte der Deutschen Lungenstiftung (DLS) in Hannover hin. Sie berufen sich auf eine aktuelle Studie aus Japan, die im European Respiratory Journal veröffentlicht wurde.
Geringe Mengen reichen aus
Asthmatiker, die Kortison inhalieren, haben laut der Studie weniger Kalkablagerungen in den Arterien und seltener verdickte Wände der Halsschlagader. Das haben die japanischen Forscher bei Ultraschalluntersuchungen festgestellt.
Das Risiko für eine vorzeitige Arteriosklerose verringert sich demnach mit steigender Dosis des inhalierten Kortisons. „Dieses Ergebnis überrascht, da wir wissen, dass inhalierte Medikamente vornehmlich in der Lunge, aber nur in ganz minimalen Mengen außerhalb des Atemtraktes vom Körper aufgenommen werden“, sagt Prof. Harald Morr von der DLS. Obwohl also beim Inhalieren nur sehr wenig Kortison in den Blutkreislauf gelangt, reicht das offenbar aus, das Ausmaß von Kalkablagerungen und Verdickung der Gefäßinnenwand zu begrenzen.
Kortison hemmt Entzündungsprozesse
Die doppelte Wirkung verdankt sich einer Gemeinsamkeit beider Erkrankungen: Arteriosklerose beruht genau wie Asthma auf Entzündungsprozessen, die das Kortison hemmt. Allerdings nur, wenn es inhaliert wird: „Kortison in Form von Tabletten oder Spritzen hat auf Arteriosklerose keinen positiven Einfluss, im Gegenteil: Es erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten, weil es Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck verursacht“, erläutert Morr.



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