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Ausgaben für Gesundheit steigen
Statistik zeigt: Deutsche geben jährlich mehr für Gesundheit aus
Wie viel kostet die Gesundheit im Jahr? 2008 waren es im Durchschnitt 3.210 Euro pro Einwohner. Das sind fast vier Prozent mehr als im Jahr davor, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.
Zehn Milliarden mehr
Im Jahr 2008 beliefen sich die Gesundheitsausgaben in Deutschland auf 263,2 Milliarden Euro. Das waren fast zehn Milliarden mehr als im Vorjahr. Die Ausgaben setzen sich zusammen aus allen Leistungen zur Vorsorge, Behandlung, Rehabilitation, Pflege und den Kosten der Verwaltung in Gesundheitseinrichtungen.
Die Rechnung des Statistischen Bundesamtes umfasst neben den Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung auch alle Kosten, die von anderen Ausgabenträgern wie der privaten Krankenversicherung oder den privaten Haushalten selbst getragen werden. Den größten Anteil bezahlte aber die gesetzliche Krankenversicherung. Sie trug mit 151,5 Milliarden Euro rund 57 Prozent der gesamten Ausgaben. Das waren um 6,1 Milliarden Euro und damit um 4,2 Prozent mehr als im Jahr 2007. Auch die Ausgaben der Privatversicherer sind laut Statistik deutlich gestiegen.
Privathaushalte zahlen weniger
Insgesamt wurde fast die Hälfte des Geldes in Arztpraxen und Apotheken ausgegeben. Den stärksten Kostenanstieg verursachten allerdings mobile Pflegeeinrichtungen – sie kosteten 8,6 Milliarden Euro und damit um 600 Millionen mehr als ein Jahr davor.
Bei der Analyse der beanspruchten Leistungen stellte das Bundesamt fest, dass vor allem der Kostenzuwachs für Vorsorge und Gesundheitsschutz groß war. Das liegt vor allem an umfangreicheren Früherkennungsprogrammen und mehr Schutzimpfungen. Für Arzneimittel haben im Jahr 2008 alle Ausgabenträger zusammen gut 43,2 Milliarden Euro ausgegeben. Während die Krankenversicherungen hier Mehrausgaben verzeichneten, haben die Privathaushalte für rezeptfreie Arzneimittel weniger Geld investiert.



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