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Redaktion apotheken.de » Gesund leben | Vorsorge » Reisemedizin

Bakterienfreier Badespaß


EU-Bericht: Wasserqualität in Deutschland und Europa


Endlich Sommer – die Badesaison ist eröffnet. Ein sauberer Badespaß ist laut Untersuchungen der EU an fast allen deutschen Seen und Stränden garantiert. In Italien dagegen ist auch dieses Jahr mit Badeverboten wegen Hygienemängeln zu rechnen.

„Pack die Badehose ein“ – in Deutschland

Neben Rückständen von Mineralöl und Reinigungsmitteln sind es hauptsächlich Bakterien wie Escherichia coli (E. coli), die das Wasser verunreinigen. Bakterien gelangen meist über das Abwasser in Seen und Meere. Ahnungslosen Badegästen drohen dann Fieber, Erbrechen und Durchfall. Damit das nicht passiert, überwacht die EU-Gesundheitskommission seit 20 Jahren Badestellen in ganz Europa. Dabei hat Deutschland noch nie so gute Werte erreicht wie dieses Jahr. An nahezu allen deutschen Meeresküsten können Wasserfreunde ohne Bedenken baden. Die Wasserqualität in deutschen Seen und Flüssen ist fast genauso gut: 98,4 Prozent der Binnengewässer beurteilt die EU als sauber.

Griechenland sauber, Italien teilweise gesperrt

Auch die Urlaubsländer Zypern und Griechenland glänzen mit hervorragender Wasserqualität. Im Vergleich dazu schneidet Italien schlecht ab: 316 europäische Küstenbadestrände waren 2009 zeitweise oder sogar komplett gesperrt – 310 davon in Italien. Unter anderem für Strände um Rom und in Venetien sprach die EU 2009 sogar ein striktes Badeverbot aus. Auch im italienischen Innenland erklärte die EU nur jede zweite Badestelle für unbedenklich. Um den Badeurlaub ohne böse Überraschungen zu genießen, lohnt sich ein Blick auf die Internetseite der europäischen Umweltagentur. Dort zeigen interaktive Karten, wie sich die Qualität eines bestimmten Badegebiets in den vergangenen Jahren entwickelt hat.


11.06.2010 | Von: Julia Ehmer