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Diagnosefinder
Bauchweh bei Kindern vertreiben
Fantasie vertreibt die Bauchschmerzen
Kinder klagen oft über Bauchschmerzen, ohne dass sich eine Ursache finden ließe. Dagegen helfen dann meist nur Liebe und heißer Tee. Amerikanische Mediziner haben jetzt aber herausgefunden, dass sich die Kleinen auch selbst helfen können: Vorstellungskraft und Fantasie lindern die Schmerzen.
Heilende CD
Für Kinder ist der Bauch das Zentrum ihrer Körperwahrnehmung. Dort spüren sie zuerst, wenn es ihnen schlecht geht. Jedes fünfte Kind leidet unter Bauchweh, hinter dem keine konkrete Krankheit steckt. Zum Glück haben Kinder aber auch eine sehr rege Fantasie. Die kann ihnen helfen, solche Bauchschmerzen loszuwerden. Das haben Mediziner der Universität von North Carolina um die Magen-Darm-Expertin Miranda van Tilburg jetzt herausgefunden. Sie entwickelten eine CD, die die Kinder dazu anregt, sich Angenehmes und Schönes vorzustellen.
Langfristige Besserung
In einer Untersuchung mit 30 Kindern zwischen 6 und 15 Jahren, die immer wieder an ungeklärten Bauchschmerzen litten, zeigte sich die heilsame Wirkung der CD. In verschiedenen Sitzungen stellte sich die Hälfte der Kinder vor, dass sie auf Wolken schweben oder ein warmes, leuchtendes Objekt in ihrer Hand schmilzt. Danach legen sie die Hand auf den Bauch und stellen sich vor, dass die Wärme auf ihn über geht. Das macht den Kindern nicht nur Spaß, sondern vertreibt auch die Schmerzen.
Hinterher gaben 73 Prozent an, dass der Schmerz nur mehr halb so stark oder schwächer war. In der anderen Gruppe, die medikamentös behandelt wurde, gab es nur bei 27 Prozent der Kinder eine Besserung. Als diese Gruppe später zusätzlich zum Medikament ebenfalls das Vorstellungs-Training mitmachte, stieg der Behandlungserfolg um mehr als das Doppelte. Ein halbes Jahr, nachdem sie das Training beendet hatte, ging es zwei Dritteln der Kinder immer noch deutlich besser. „Das Schöne an der Studie ist, dass die Kinder selbst dazu beitragen können, dass sie weniger Bauchweh haben“, bewertet van Tilburg ihre Ergebnisse.
- Links:
- Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Pediatrics online veröffentlicht.



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