Notdienstapotheken
Serviceapotheken
Apotheken
Ärztliche Bereitschaft
Giftnotruf

Gesund leben | Vorsorge

Eltern und Kind

Gesundheit und Politik

Krankheiten | Therapie

Premium Gesundheitsinfos

Archiv

«
Februar - 2012
»
SMDMDFS
 
01
02
03
05060708091011
12131415161718
19202122232425
26272829 

Diagnosefinder

diagnosefinder
Medizinlexikon
A B C D E F G H I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z
Twitter
 
Redaktion apotheken.de » Eltern und Kind » Vorsorge für Kinder
Hersteller reagieren auf Kritik und wollen Schnuller sicherer machen - damit es sich wieder ruhiger schläft.
Weitere interessante Artikel

Aus für belastete Babyschnuller


Händler stoppen Verkauf - Hersteller kündigen Produktionsumstellung an


Die Kaufland-Gruppe (Kaufland, Handelshof, Kaufmarkt) und die Schlecker-Drogeriemärkte nehmen vorbeugend den NUK Happy Kids Latex-Beruhigungsschnuller aus dem Sortiment. Die Hersteller von NUK-, Babylove- und Baby-Nova-Schnullern kündigten die Umstellung der Produktion ihrer Schnuller auf Bisphenol-A-freie Ausgangsmaterialien bis 2010 an.

Damit reagieren die genannten Firmen auf eine Studie des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Anfang Oktober in einer Reihe von Babyschnullern die hormonell wirksame Chemikalie nachgewiesen hatte (apotheken.de berichtete). Bisphenol A (BPA) ist Bestandteil des Kunststoffs Polycarbonat, aus dem alles hergestellt wird, was bruchsicher und hitzebeständig sein soll: Plastikgeschirr, Sonnenbrillen, CDs – und eben auch Schnuller und Babyfläschchen. Die hormonähnliche Chemikalie steht im Verdacht in hohen Dosen, Unfruchtbarkeit und Brustkrebs hervorzurufen und die Gehirnentwicklung zu stören.

Hersteller und Handel haben schnell reagiert

"Fast alle Schnullerhersteller haben auf unsere Untersuchungen reagiert und wollen auf Bisphenol-A-haltige Kunststoffe in ihren Produkten verzichten. Wir freuen uns über dieses prompte Handeln, denn nur so lassen sich die Risiken für Säuglinge und Kleinkinder künftig ausschließen", sagte der BUND-Chemieexperte Heribert Wefers.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und die Gesellschaft für Toxikologie e.V. (GT) halten Bisphenol A für unbedenklich, solange die geltenden Grenzwerte eingehalten werden. Auch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hält die Einhaltung der Grenzwerte für sicher. Wissenschaftler warnen dagegen immer wieder vor möglichen Gesundheitsgefährdungen, besonders für Ungeborene und Säuglinge, die den Stoff nicht so gut abbauen können wie Erwachsene. 

Verbot in Babyprodukten und Lebensmittelverpackungen gefordert

In Kanada ist Bisphenol A in Babyflaschen und medizinischen Produkten bereits verboten, in mehreren anderen Ländern ist ein Verbot im Gespräch. Der BUND forderte Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner auf, die umstrittene Chemikalie in Babyartikeln und in Produkten, die Kontakt mit Lebensmitteln haben, generell zu verbieten. Besorgten Eltern empfiehlt der BUND, Schnuller zu wählen, die als Bisphenol-A-frei gekennzeichnet sind.


04.11.2009 | Von: Dorothee Steeb; Bild: iStockphoto