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Bluthochdruck: unbemerkte Gefahr
Deutsche unterschätzen Bluthochdruck-Risiko
Im Jahr 2008 waren die meisten Todesfälle in Deutschland Folge einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Dass der Bluthochdruck das höchste Risiko für eine solche Krankheit birgt, ist den meisten Deutschen aber unbekannt. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Die Unkenntnis der Gefahr führt dazu, dass Vorsorgemaßnahmen vernachlässigt werden.
Linderung nach ein bis zwei Monaten
Deutschland hat eine der höchsten Raten an Bluthochdruck-Erkrankungen der Welt: Mehr als 45 Prozent der Erwachsenen leiden an arterieller Hypertonie, wie die Krankheit im medizinischen Fachbegriff heißt. Laut der aktuellen Umfrage wissen jedoch nur 30 Prozent der Deutschen, dass Bluthochdruck das höchste Risiko für Gefäßerkrankungen und damit für Herzinfarkt und Schlaganfall birgt.
Ein hoher Blutdruck führt auf Dauer zu Schäden und Ablagerungen in den Blutgefäßen, die dadurch enger und starrer werden. Um den Körper trotzdem mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen, muss das Herz vermehrt pumpen und das verursacht erhöhten Blutdruck. Dieser bereitet vor allem zu Beginn keine Beschwerden und wird deshalb oft erst erkannt, wenn die Gefäße bereits geschädigt sind und sich eine Herz-Kreislauf-Erkrankung bemerkbar macht.
Regelmäßige Kontrolle auch für Gesunde
Nach Schätzungen der TK weiß nur die Hälfte aller Betroffenen von ihrer Erkrankung. Davon lässt sich wiederum nur die Hälfte behandeln, weil ein erhöhter Blutdruck häufig als harmlos betrachtet wird. Doch ein erhöhter Blutdruck ist in jedem Fall behandlungsbedürftig. „Deshalb sollte jeder seinen Blutdruck regelmäßig kontrollieren, zum Beispiel in der Apotheke, beim Arztbesuch oder mit einem Selbstmessgerät zu Hause“, rät der Mediziner Peter Düker.
Laut der Forsa-Umfrage lassen jedoch 64 Prozent aller Befragten ihren Blutdruck nicht regelmäßig überprüfen. Dabei können über 35-Jährige im Rahmen des allgemeinen Gesundheits-Check-ups routinemäßig ihren Blutdruck messen lassen und so Herz-Kreislauf-Erkrankungen rechtzeitig erkennen. Der Check-up ist für gesetzlich Versicherte alle zwei Jahre möglich, ohne dass eine Praxisgebühr anfällt.
Tipps gegen Bluthochdruck
- Wer bereits an zu hohem Blutdruck leidet, kann Einiges für die Verbesserung seiner Gesundheit tun:
- Übergewicht ist eine Belastung für das Herz-Kreislauf-System. Eine ballaststoff- und vitaminreiche Ernährung hilft beim Abnehmen und normalisiert den Blutdruck. Vorteilhaft sind viel Obst, Salate, Gemüse, Vollkornprodukte, fettarmen Milchprodukte.
- Auch Salz begünstigt den Bluthochdruck. Deshalb mit Salz sparsam umgehen und mehr mit Kräutern würzen.
- Sport trainiert Herz und Kreislauf, regt den Stoffwechsel an und normalisiert so den Blutdruck. Gut sind Ausdauersportarten wie Radfahren, Joggen, Walken oder Schwimmen – möglichst dreimal pro Woche.
- Nikotin führt zu Gefäßverengung und Durchblutungsstörungen, was wiederum eine erhöhte Herztätigkeit und erhöhten Blutdruck verursacht.
- Bei Stress werden Hormone ausgeschüttet, die das Herz schneller schlagen lassen. Ist der Stress zu groß und hält über einen längeren Zeitraum an, hat das negative Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, Bluthochdruck oder ein Herzinfarkt können die Folge sein. Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung, Yoga oder autogenes Training helfen, Stress abzubauen.



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