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Diagnosefinder
Brustkrebs-Rückfallrisiko vorhersagen
Genmuster von Tumoren geben Aufschluss
Nach einer erfolgreichen Brustkrebsbehandlung besteht immer noch das Risiko, dass der Krebs zurückkommt. Wie hoch dieses Risiko ist, lässt sich mit einem bestimmten Gentest präzise ermitteln. Das berichten US-amerikanische Forscher der Virginia-Commonwealth-Universität in Richmond.
Patientinnen mit und ohne Rückfall im Vergleich
Die Wissenschaftler analysierten Daten von 17 Patientinnen mit Brustkrebs. Die Frauen hatten sich sieben Jahre zuvor einer Behandlung unterzogen. Fünf Jahre später waren acht der Frauen erneut an Brustkrebs erkrankt, der Rest blieb tumorfrei. Sieben Jahre lang sammelten Ärzte des Krebszentrums von allen Patientinnen Tumorgewebe-Proben. Diese nahmen die Forscher nun genauer unter die Lupe: Sie schnitten das Tumorgewebe in Scheiben und begutachteten die Schnitte unter dem Mikroskop. Der Sinn: Nach Immunzellen suchen, die in den Tumor einwandern und Abwehrreaktionen auslösen – ein Zeichen dafür, dass der Körper den Krebs bekämpft. Je mehr solcher Zellen im Gewebe zu finden sind, umso geringer ist auch die Gefahr einen Rückfall zu erleiden.
Fünf Gene beeinflussen Rückfallrisiko
Parallel dazu isolierten die Forscher aus den gleichen Tumorgewebe-Proben das genetische Material. Ihre Frage hier: Wie unterscheidet sich das Genmuster des Gewebes der tumorfreien Patientinnen von dem der wieder erkrankten? Insbesondere untersuchten die Forscher 299 Gene, die eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr von Tumoren spielen. Im Vergleich zeigten die Gewebeproben in den Mustern von fünf Genen deutliche Unterschiede. Anhand dieser lässt sich laut den Forschern das Rückfallrisiko mit einer Genauigkeit von über 85 Prozent ermitteln. Nun sollen weitere und größere Studien zeigen, ob sich der Test für den klinischen Alltag eignet.
- Links:
- Die Studie ist im Fachblatt "Breast Cancer Research and Treatment" online veröffentlicht.



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