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Redaktion apotheken.de » Gesundheit und Politik » Arzneimittelversorgung
Für Medikamente künftig legal: Cannabis.
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Schwarz-Gelb ändert Betäubungsmittelrecht


FDP und CDU haben sich auf eine Änderung des Betäubungsmittelrechts geeinigt, wie es in einer Mitteilung der FDP heißt. Demnach solle die Schmerzmittelversorgung Schwerstkranker mit cannabishaltigen Medikamenten künftig in Deutschland möglich sein.

Bisher nur schwierig zu erstreiten

Medikamente mit Cannabis waren in Deutschland bislang die größte Ausnahme. Weniger als 50 Patienten bundesweit bekamen solche Medikamente in der Apotheke. Jeder von ihnen hatte sie sich mühsam bei den Behörden erstritten. Das soll sich nun ändern. Ärzte können Schwerstkranken und sterbenden Schmerzen künftig cannabishaltige Arzneimittel verschreiben, um ihre Schmerzen zu lindern. Auch die Produktion der Medikamente soll in Deutschland erlaubt werden.

Schmerzlindernde Mittel jederzeit zur Verfügung

„Die Änderungen bringen auch eine bessere Versorgung schwerstkranker Menschen in ihrer letzten Lebensphase mit Schmerzmitteln. Zukünftig sollen Heime, Hospize und Palliativ-Care-Teams Notfallvorräte für nicht mehr benötigte, patientenindividuell verschriebene Betäubungsmittel anlegen dürfen“, heißt es in der Mitteilung der gesundheitspolitischen Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Ulrike Flach. Damit sollen schwerstkranken Menschen jederzeit schmerzlindernde Mittel zur Verfügung stehen.


17.08.2010 | Von: Stefanie Grutsch; Bild: Dragunov1981/Bigstock