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Redaktion apotheken.de » Blut, Krebs und Infektionen

Ingwer hilft bei Chemotherapie


Ingwer-Zubereitungen verringern Übelkeit


Im Laufe einer Chemotherapie leiden viele Patienten an Übelkeit und Erbrechen, weil die Medikamente die Magen- und Darmschleimhaut angreifen. Geschädigte Darmzellen aktivieren das Brechzentrum im Gehirn. Heute gibt es wirksame Medikamente gegen Übelkeit: die Antiemetika unterbinden die Signale an das Brechzentrum. Ingwer kann ihre Wirkung unterstützen.

Dies zeigt eine Studie der University of Rochester, an der 644 Krebspatienten teilnahmen. Sie alle bekamen im Rahmen ihrer Chemotherapie mindestens drei Zytostatika. Gegen die Übelkeit gaben ihnen die Forscher drei Tage vor und drei Tage nach den Behandlungen parallel zu einem gängigen Mittel Ingwer. Um die Wirkung beurteilen zu können, beobachteten sie eine Vergleichsgruppe, die neben dem Standardmedikament ein Placebo erhielt.

40 Prozent weniger Beschweren durch Ingwer

Die Studienteilnehmer beschreiben, dass sie mehrmals am Tag an unterschiedlich starker Übelkeit litten. Diejenigen, die Ingwer bekamen, hatten aber um 40 Prozent weniger Beschwerden.  

Die Wissenschaftler vermuten, dass die entzündungshemmende Wirkung des Ingwers einen positiven Effekt auf die Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes hat. Die Substanzen der Pflanze nahm der Körper noch im Vorfeld der giftigen Wirkung der Zytostatika auf, sodass sich eine Schutzwirkung entfaltete.


31.12.2009 | Von: Dorothee Steeb