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Redaktion apotheken.de » Magen und Darm

Darmkrebs: Neue Ursache entdeckt


Alkohol als größter Risikofaktor für Darmkrebs


Täglicher Alkoholkonsum ist für viele Menschen normal. Doch zuviel Alkohol steigert das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, um rund 60 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler vom George Institute in Sydney in einer internationalen Analyse.

Zusammenspiel mehrerer Risikofaktoren


Wer mehr als sieben Gläser Alkohol pro Woche trinkt, schadet seinem Darm. Zu diesem Ergebnis kamen die Forscher des George Institutes. Damit ist erstmals der Zusammenhang zwischen hohem Alkoholkonsum und dem steigenden Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, belegt. Studienleiterin Rachel Huxley und ihr Team werteten dazu die Daten von 103 Studien aus, die in den Jahren 1966 bis 2008 durchgeführt worden waren. Sie analysierten die Angaben zur Verbindung zwischen größeren und veränderbaren Risikofaktoren für Darmkrebs einschließlich Alkohol, Rauchen, Diabetes und Bewegung.

Lebensstil kritisch prüfen

Bereits bekannte Darmkrebs-Risiken sind Rauchen, Fettleibigkeit und Diabetes. Sie erhöhen die Wahrscheinlichkeit, Darmkrebs zu bekommen, um etwa 20 Prozent. Auch der zu häufige Konsum von rotem Fleisch und Wurstwaren ist ein Risikofaktor. Schätzungsweise eine Million Fälle von Darmkrebs werden jedes Jahr weltweit diagnostiziert und etwa eine halbe Million Menschen sterben an dieser Krebsart. In Deutschland ist es die zweithäufigste Krebserkrankung überhaupt.

Die australischen Forscher warnen davor, dass Viele nur Übergewicht und ungesunde Ernährung für ein Darmkrebs-Risiko halten. Vorbeugen könne man aber auch durch den Verzicht auf Alkohol und Zigaretten. Zusätzlich verringert regelmäßiger Sport das Risiko für eine Darmkrebserkrankung. „Diese Ergebnisse legen deutlich nahe, dass der größte Teil der Darmkrebs-Fälle durch einen gesünderen Lebensstil verhindert werden könnte – zum Beispiel durch weniger Alkohol, Verzicht auf Rauchen, kalorienreduzierte Nahrung und etwas mehr Bewegung“, sagt Professor Huxley.


05.06.2009 | Von: Stefan Holler