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Das Herz winterfest machen


So beugen Sie einem Infarkt vor


Die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache: Im Winter erleiden mehr Menschen einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall als in der warmen Jahreszeit. Der Grund: Wenn die Temperaturen fallen, steigt der Blutdruck. Wie Sie sich davor schützen, erklärt eine Expertin der Barmer GEK.

Enge Gefäße = hoher Blutdruck

"Um den Wärmeverlust unseres Körpers bei Kälte zu drosseln, ziehen sich die Blutgefäße zusammen. Dadurch muss das Herz gegen einen größeren Widerstand anpumpen und der Blutdruck steigt", erklärt die Medizinerin Ursula Marschall.

Bei Menschen, die bereits Herz-Kreislauf-Probleme haben, kann dies zu einem Sauerstoffmangel des Herzens führen. Die Folge ist ein Engegefühl in der Brust – die so genannte Angina pectoris. Außerdem können sich Gefäßablagerungen lösen und mit dem Blut weggeschwemmt werden. Ein solcher Thrombus verschließt im schlimmsten Fall ein Gefäß und löst damit einen Herzinfarkt oder Schlaganfall aus.

Trotz Kälte raus an die frische Luft

Doch nicht nur die winterlichen Wetterbedingungen sind schlecht für’s Herz. Auch unser Lebensstil spielt eine Rolle: "Während wir im Sommer noch auf eine leichte Kost und ausreichend Sport geachtet haben, kostet uns das „gesunde“ Leben jetzt deutlich mehr Überwindung. Das gemütliche Sofa in der warmen Wohnung lockt mehr als ein ausgiebiger Spaziergang bei nass-kaltem Nieselwetter", sagt Marschall.

Tipps für die Herzgesundheit

  • Halten Sie sich warm – vor allem Gesicht, Hals und Brust sollten Sie gut vor Nässe und Kälte schützen.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig: ob flotter Spaziergang oder Joggen, Hauptsache dreimal die Woche für 30 Minuten.
  • Essen Sie viel frisches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und Fisch.
  • Tierisches Fett und Zucker sollten Sie nur in Maßen konsumieren und auf Kaffee und Alkohol möglichst verzichten. Das entlastet Kreislauf und Stoffwechsel.
  • Halten Sie den Stress in Schach: Sagen Sie auch mal "nein" und nehmen Sie sich genügend Zeit für sich selbst.

02.11.2011 | Von: Andrea Bronberger