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Diagnosefinder
Deprimierendes Essen
Ungesunde Ernährung erhöht Depressionsrisiko
Wer zuviel Junk Food, Fertiggerichte und Fettiges isst, hat ein höheres Risiko für Depressionen. Das ergab eine Untersuchung des University Colleges London (UCL). Eine gesunde Ernährung mit viel Gemüse, Früchten und Fisch hilft dagegen, den Ausbruch einer Depression zu verhindern.
Fisch und Gemüse versus Frittiertes und Fett
Die Wissenschaftler des UCL untersuchten die Daten von knapp 3.500 Staatsbediensteten mit einem durchschnittlichen Alter von 55 Jahren. Mit einem Fragebogen ermittelten sie die Essgewohnheiten der Teilnehmer und ihren Gesundheitszustand in Bezug auf Depressionen. Nach eigenen Angaben der Forscher ist die Studie der Forscher die erste, die den Zusammenhang zwischen der allgemeinen Ernährungsweise und Depressionen untersucht.
Das Team um Dr. Tasnime Akbaraly teilte die Teilnehmer nach der Befragung in zwei Gruppen auf. Jene, die viel Obst, Gemüse und Fisch essen und jene, die Fertigprodukte, gesüßte Desserts, Frittiertes, verarbeitetes Fleisch, raffiniertes Mehl und fettreiche Milchprodukte bevorzugen.
Geheimnis steckt eventuell in Antioxidanzien, Folsäure & Co.
Nachdem Faktoren wie Geschlecht, Alter, Bildung, Sportlichkeit, Rauchen und chronische Krankheiten berücksichtigt wurden, zeigte sich ein deutlicher Unterschied beim zukünftigen Depressionsrisiko. Die Teilnehmer, die am meisten gesunde Nahrungsmittel aßen, erkrankten um 26 Prozent seltener als jene, die sich ungesund ernährten.
Akbaraly kann nicht vollständig ausschließen, dass der Effekt nicht umgekehrt ist: dass Menschen mit Depressionen weniger gesund essen. Trotzdem hält sie das nicht für den Grund für ihre Forschungsergebnisse. Vielmehr glaubt sie, dass die in Obst und Gemüse enthaltenen Antioxidanzien einen Einfluss haben. Schon frühere Studien hätten gezeigt, dass das möglich ist. Außerdem vermutet die Forscherin, dass auch die Folsäure aus Gemüse wie Brokkoli, Kohl und Linsenfrüchten sich positiv auswirkt. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren des Fischs könnten laut Akbaraly deshalb das Depressionsrisiko mindern, weil sie ein Hauptbestandteil der Hirnhäute sind.
Um diese Vermutungen zu belegen und zu erklären, seien jedoch weitere Studien notwendig, sagt die Studienleiterin.



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