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Redaktion apotheken.de » Selbsthilfe

Der Sommer geht, die Läuse kommen


Wie man die Plagegeister wirksam bekämpft


Tummeln sich Läuse im Haar Ihres Kinds, herrscht das „große Kratzen“. An sich harmlos, verursachen die Tierchen quälenden Juckreiz. Mit Nissenkamm und Läusemittel kommen Sie effektiv dagegen an.

Im Kampf gegen Läuse-Eier

Das eigentlich Lästige an Kopfläusen sind ihre Eier, die Nissen. Sie ähneln weißlichen Schuppen und verkleben sich hartnäckig im Haar. Da sie wasserunlösliche Stoffe absondern, lässt sich mit täglichem Haare waschen kaum etwas gegen Läuse ausrichten. Hier muss man andere Methoden anwenden.

Die einfachste Maßnahme: Die Nissen mit einem speziellen Kamm aus dem Haar kämmen. Solch einen Nissenkamm bekommen Sie in der Apotheke. Seine Zinken stehen sehr eng zusammen und sind wenig elastisch. Geht man damit durch das Haar, entfernt man die lebenden Läuse und ihre Eier Strähne für Strähne.

Übrigens: Je nach Alter der Läuse finden Sie die Nissen an ver­schiedenen Stellen im Haar. Wächst das Haar, wandern die Nissen immer weiter von der Kopfhaut weg.  So können Sie alte Nissen problemlos von neuen unter­scheiden. Befinden sich die Nissen mehr als einen Zentimeter von der Kopfhaut entfernt, können Sie davon ausgehen, dass aus ihnen keine neuen Läuse mehr schlüpfen.

Läusemittel als Zusatzbehandlung

Auch der Arzneimittelschrank bietet einiges, um Läuse zu bekämpfen. Mittel mit Pyrethrum oder Pyrethroiden wie Allethrin und Permethrin etwa wirken als Nervengifte und töten die Läuse ab. Der Nachteil von solchen Chemie­keulen: Sie bergen die Gefahr für unerwünschte Neben­wirkungen. Wer dieses Risiko gering halten möchte, greift alternativ zu Präparaten auf Silikon-Basis, beispielsweise Dimeticon.

Weitere Entlausungstipps

Eine Studie weist zwar darauf hin, dass sich Läuse nur im Haar tummeln und sonst nirgendwo. Wer allerdings auf Nummer sicher gehen will, tut folgendes:

  • Waschen Sie die gesamte Wäsche, die das Kind in der letzten Zeit getragen hat, bei mindestens 60 Grad in der Waschmaschine. Auch Handtücher, Bettwäsche und waschbare Stofftiere sollten Sie so waschen. Alternativ reicht auch ein möglichst heißer Durchlauf im Trockner.
  • Kämme und Bürsten, die Sie zur Haarpflege einsetzen, sollten Sie zehn Minuten in mindestens 60 Grad heißes Seifenwasser legen und anschließend gründlich reinigen. Gegenstände, die diese Hitze nicht vertragen, friert man am besten in einem verschlossenen Plastiksack für zwei Tage im Tiefkühlschrank ein.
  • Bei Dingen, die weder Hitze noch Kälte vertragen, kann man die Läuse aushungern: den Gegenstand in einen Plastiksack geben, fest verschließen und vier Wochen bei Zimmertemperatur lagern.

14.09.2011 | Von: Dr. nat. med. Anke Kopacek