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Diagnosefinder
Dicke Kinder sind kränker
Gesundheitsgefahr nicht erst im Erwachsenenalter
Aus dicken Kindern werden nicht nur kranke Erwachsene – sie sind schon in jungen Jahren belastet und gesundheitsgefährdet. Ihr Körper macht Veränderungen durch, die die Gefahr, schwer zu erkranken erhöhen.
Gefäßverkalkung droht
Eine Studie des Herzzentrums an der Universität Leipzig zeigt, dass dicke Kinder zur Entwicklung von Gefäßschäden neigen. Diese sind eine Frühform gefährlicher Arterienverkalkung, die Herzinfarkte und Schlaganfälle begünstigt. Diese Prozesse sind unumkehrbar. Die Kinder leiden ein Leben lang unter den Schäden des Übergewichts, selbst wenn sie als Erwachsene abnehmen.
Die Leipziger Wissenschaftler haben 80 übergewichtige und schwer übergewichtige Kinder mit durchschnittlich zwölf Jahren untersucht. Die Kontrollgruppe bestand aus 60 normalgewichtigen Kindern. Nicht nur beim Zustand der Blutgefäße schnitten die dicken Kinder wesentlich schlechter ab als ihre normalgewichtigen Altersgenossen. Erstmals hat sich auch gezeigt, dass übergewichtige Kinder einen zu hohen Blutdruck haben. Bei einem Glukosetoleranz-Test ergaben sich außerdem Hinweise für einen gestörten Glukosestoffwechsel als Vorstufe eines Diabetes.
Nur Vorsorge hilft
Da diese Schäden in der Regel nicht rückgängig zu machen sind, setzen die Mediziner auf Vorsorge. „Das erklärte Ziel muss sein, bereits im frühen Kindesalter effiziente Strategien der Prävention zu etablieren, um die Häufigkeit von Übergewicht bei Kindern zu reduzieren“, betonte Studienleiterin Sandra Erbs. Die Wissenschaftlerin empfiehlt eine Zusammenarbeit mit Kindergärten, Schulen und Eltern. Dort müsse das Ernährungsverhalten der Kleinen geschult und die Kinder zu mehr körperlicher Aktivität in ihrer Freizeit angeregt werden.



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