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Elektronische Gesundheitskarte
Privatversicherungen steigen aus
Die flächendeckende Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte wird ohne Privatversicherte beginnen. Der Verband der privaten Krankenversicherungen (PKV) teilte mit, er werde sich an der flächendeckenden Ausgabe der Karte nicht beteiligen. Der Direktor des PKV, Volker Leienbach, begründete die Entscheidung damit, dass Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Krankenhäusern bei Privatpatienten nicht zur Annahme der Karte verpflichtet seien. Der Erfolg ihrer Einführung hänge damit einzig vom guten Willen der Leistungserbringer ab.
Ausgaben nicht zu verantworten
So lange die Anwendung der Karte nicht auch bei Privatversicherten verpflichtend sei, könne die PKV die auf sie zukommenden Ausgaben für die nötige Infrastruktur im Umfang von bis zu 360 Millionen Euro aus Versichertenbeiträgen nicht verantworten, sagt Leienbach weiter. Prinzipiell stehe der PKV aber nach wie vor hinter der Karte, da sie den Versicherten nicht nur nützliche Funktionen, sondern auch Autonomie über ihre Gesundheitsdaten und eine hohe Datensicherheit biete. In letzter Zeit hatten sich Berichte in den Medien gehäuft, dass die Kosten für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte aus dem Ruder laufen würden.
Einführung mit Hindernissen
In der Startregion Nordrhein sollen die Kassen ab dem 1. Oktober 2009 mit der Ausgabe der Gesundheitskarte beginnen. 2010 sollen dann nach und nach weitere Regionen ausgestattet werden. In den vergangenen Jahren hatte es mehrfach Verzögerungen bei dem weltweit größten IT-Projekt im Gesundheitswesen gegeben. Es ist geplant, mit der Gesundheitskarte zunächst die jährlich rund 800 Millionen Rezepte elektronisch abzuwickeln. Später sollen weitere Funktionen wie der elektronische Arztbrief und die elektronische Patientenakte zugeschaltet werden. Auch Notfalldaten können auf der Karte gespeichert werden. Mit Ausnahme des E-Rezepts bleiben die Anwendungen freiwillig.



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