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Empfehlungen zu H1N1-Impfung


Neuer Impfstoff gegen Schweinegrippe eingeführt


Seit 1. Oktober sind die Impfstoffe Pandemrix und Focteria gegen die  Schweinegrippe von der Europäischen Union zugelassen. Jetzt hat auch die ständige Impfkommission (STIKO) in Deutschland ihre Empfehlungen veröffentlicht. Am 26. Oktober ist der Start der Impfungen geplant.

Impfempfehlung der STIKO

Die STIKO empfiehlt zuerst medizinisches Personal, chronisch Kranke und Schwangere zu impfen. Personen dieser Risikogruppen nutzt die Impfung besonders. Vor allem chronisch Kranke und Schwangere haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder gar tödlichen Krankheitsverlauf. Die Impfung von Mitarbeitern des Gesundheitswesens ist notwendig, weil diese durch ihren Kontakt mit vielen Kranken einem erhöhtem Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Zudem weißt die STIKO darauf hin, dass die momentane Empfehlung fortlaufend überprüft und bei einem veränderten Infektionsgeschehen der neuen Situation angepasst wird. Grundsätzlich können von der Impfung gegen die Neue Grippe alle Bevölkerungsgruppen profitieren.

H1N1-Impfung in der Schwangerschaft

Die bisherige Datenlage spricht gegen besonders starke Nebenwirkungen der neuen Impfstoffe. Trotzdem sind auch bei dieser Impfung, wie bei jeder anderen, Nutzen und Risiko abzuwägen (apotheken.de berichtete). Das betrifft vor allem Schwangere. Kritiker haben immer wieder auf die fehlenden Erfahrungen mit dem neuen verstärkenden Wirkstoff Adjuvans AS03 hingewiesen. Dennoch liegen nach Ansicht des Paul-Ehrlich-Instituts keine Hinweise vor, dass die Impfung mit Adjuvanzien ein Risiko für die Gesundheit darstellt. Das Paul-Ehrlich-Institut gehört zum Bundesministerium für Gesundheit und ist zuständig für die Zulassung von Arzneimitteln. Die Gesundheitsministerkonferenz möchte nun prüfen, ob für Schwangere ein Impfstoff ohne so ein Adjuvans benutzt werden soll. Dieser existiert bereits, mit seiner Zulassung wird in Kürze gerechnet.

Neue Influenza besonders ansteckend

Da das neue Virus ansteckender ist, als die saisonalen Influenzaviren, kann es eine größere Zahl von Menschen treffen. Dadurch besteht die Gefahr, dass die Zahl schwerer Erkrankungen wächst. Durchschnittlich gibt es jeden Winter in Deutschland geschätzte 8.000 bis 11.000 influenzabedingte Todesfälle. Meist sterben Menschen mit Vorerkrankung und Ältere. Für chronisch Kranke und Personen über 60 ist die Impfung gegen die saisonale Grippe daher seit langem empfohlen.


13.10.2009 | Von: Judith Kaiser