Gesund leben | Vorsorge
Eltern und Kind
Gesundheit und Politik
Krankheiten | Therapie
Premium Gesundheitsinfos
Archiv
« |
Mai - 2012 | » |
||||
| S | M | D | M | D | F | S |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01 | 02 | 03 | 04 | 05 | ||
| 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 |
| 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 |
| 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 |
| 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | ||
Diagnosefinder
Erste Darmtransplantation bei Kind
Lenie kann mit Dreieinhalb zum ersten Mal essen
Es ist in Deutschland zum ersten Mal gelungen, bei einem dreieinhalbjährigen Kind einen gesamten Darm zu transplantieren. Das Mädchen litt an einer „Totalen Aganglionose des Darms“. Bei dieser Krankheit fehlen sämtliche Nervenzellen im Darm, so dass er nicht funktionieren kann. Lenie, die kleine Patientin, wurde von Geburt an nur über Infusionen ernährt. Daraus ergaben sich ewige Krankenhausaufenthalte und viele Komplikationen. Ohne Transplantation hätte Lenie keine hohe Lebenserwartung gehabt.
Zum ersten Mal Butterbrot
Die achtstündige Operation am Tübinger Universitätsklinikum verlief ohne Komplikationen. Inzwischen funktioniert der transplantierte Darm und kann auch normal verdauen. „Wenn nichts Unvorhergesehenes geschieht, kann Lenie in absehbarer Zeit ganz normal in den Kindergarten gehen“, sagt Dr. Andreas Busch von der Kinderklinik Tübingen.
Überhaupt fängt für Lenie erst jetzt ein normales Leben an. Zum ersten Mal kann sie essen wie andere Kinder auch: erst jetzt entdeckt sie den Geschmack von Butterbrot und Geburtstagstorte.
Der Erfolg der Darmtransplantation bei Kindern soll künftig auch anderen Patienten zu Gute kommen: In der Kinderklinik Tübingen werden derzeit noch mehrere Kinder auf eine Darmtransplantation vorbereitet. Einige dieser Kinder leiden etwa an einem Kurzdarm-Syndrom, das entsteht, wenn aufgrund einer Darmerkrankung große Teile des Dünndarms entnommen werden mussten.



zurück