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Fettes Essen schadet der Leber


Mit der richtigen Ernährung vorbeugen


Fettes Essen landet nicht nur auf der Hüfte – auch die Leber bekommt ihr Fett weg. Eine solche Fettleber erhöht das Risiko, an Diabetes oder einer Leberentzündung zu erkranken. Wie Sie mit der richtigen Ernährung vorbeugen, erklären die Internisten im Netz.

Die Gefahren einer Fettleber

„Da viele Menschen zu kalorien- und fettreich essen, stellt die Fettleber mittlerweile die häufigste Lebererkrankung dar. Mindestens 10 Millionen Menschen in Deutschland sind davon betroffen“, erläutert Wolfgang Wesiack vom Berufsverband Deutscher Internisten.

Gefährlich wird es, wenn sich die Fettleber entzündet und eine so genannte Fettleber-Hepatitis entsteht. „Die Entwicklung einer Schrumpfleber und tödliches Leberversagen können die Folge sein", warnt Wesiack. Zudem begünstigt eine Fettleber die Entstehung von Typ-2-Diabetes. Denn Fettansammlungen in der Leber bringen den Blutzuckerstoffwechsel durcheinander. Deshalb ist es wichtig, die Leberwerte regelmäßig überprüfen zu lassen.

Fett ist nicht gleich Fett

„Wer riskante Werte hat, sollte seinen Lebensstil – in diesem Fall: seine Ernährungsgewohnheiten – ändern. Ungesättigte Fettsäuren, insbesondere Omega-3-Fettsäuren aus pflanzlichen Fetten und Kaltwasserfischen, senken das gefäßschädigende LDL-Cholesterin. Gesättigte Fettsäuren – wie sie vor allem in Fleisch, Eiern und Milchprodukten vorkommen – gelten hingegen als besonders ungesund. Sie erhöhen das LDL-Cholesterin im Blut", erklärt Wesiack.

Um eine bereits bestehende Fettleber wieder rückzubilden, sollten Betroffene auch Kohlenhydrate wie Zucker und Weißmehl meiden. Einer Fettleber kommt man außerdem mit regelmäßigem Ausdauertraining wie Fahrradfahren oder Joggen bei. Ratsam ist auch eine Schutzimpfung gegen die Viruserkrankungen Hepatitis A und Hepatitis B, um einer Leberentzündung vorzubeugen.

Laut Wesiack solle man allerdings keine Medikamente gegen Fettleber einnehmen. Die bisher untersuchten Substanzen schädigten die Leber nur zusätzlich und förderten eine Gewichtszunahme.


15.11.2011 | Von: Andrea Bronberger