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Redaktion apotheken.de » Eltern und Kind » Vorsorge für Kinder

Fluoridzahnpasta von Klein auf


Schutz vor Karies für Kinderzähne wird vernachlässigt


So gut wie jeder Deutsche trägt sie mit sich herum: Bakterien, die Karies verursachen. Meist werden sie schon im ersten Lebensjahr von Eltern, Geschwistern, oder Spielgefährten auf Kinder übertragen. Der einzige Weg, die Zähne dann vor Karies zu schützen sind konsequente Mundhygiene und Fluorid. Dieses Fazit zog Prof. Christian Splieth von der Universität Greifswald bei seinem Vortrag „Prävention oraler Erkrankungen“ in Weimar.

Kariesrückgang durch Fluorid


Fluoride seien das einzige Mittel, das nachweislich zum Kariesrückgang der letzten Jahre beigetragen hat, sagte der Experte. Die größte Rolle für die Vorsorge spielt Zahnpasta mit Fluoriden, sie sei die wichtigste Schutzmaßnahme vor anderen Fluoridanwendungen wie Mundspülungen oder Fluoridtabletten.

Nicht bewiesen hingegen ist, so Splieth, dass man mit der richtigen Ernährung Karies verhindern kann. Lediglich bei der Milchzahnkaries spielt der Inhalt des Fläschchens eine Rolle. Gesüßter Tee oder Milch ist für Babys nicht geeignet. Auch ältere Kinder und Erwachsene können aber den Kariesbakterien das Leben schwer machen, indem sie ihnen Zucker vorenthalten. Die Bakterien leben vom Zucker. Wenn sie ihn zersetzen, entsteht Säure, die die Zähne schädigt – Karies. Wer also Süßes ist, sollte darauf achten, dass er bald danach die Zähne putzt, um die Zuckerreste aus dem Mund zu entfernen.

Regelmäßig putzen ab dem ersten Zähnchen


Entscheidend für gesunde Zähne ist das konsequente Putzen mit einer altersgerechten Bürste von Babys erstem Zähnchen an. Das sollte jedem Kind zur Gewohnheit werden und zwar zweimal täglich, am besten morgens und abends. Schon bei den Kleinsten empfiehlt sich eine winzige Menge Kinderzahnpasta mit geringerem Fluoridgehalt. Die Mundhygiene von Kleinkindern wird laut Splieth immer noch häufig vernachlässigt. Er rät Eltern, regelmäßige Zahnputzrituale im Alltag der Kleinkinder zu verankern.


29.12.2009 | Von: Stefanie Grutsch