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Diagnosefinder
Forscher finden das Locken-Gen
Natürlicher Lockenkopf ist erblich bedingt
Australische Forscher haben den „Friseur“ unter den Genen entdeckt. Ein bestimmtes Gen in der menschlichen DNA bestimmt, ob das Haar von Natur aus stark gelockt ist oder glatt vom Scheitel baumelt. Welches Gen das ist, haben jetzt Wissenschaftler vom Queensland Institute of Medical Research in Brisbane herausgefunden.
Haarpracht ist erblich
Wer Locken hat, greift oft zum Glätteisen, um sie gewaltsam glattzupressen. Wer keine hat, setzt sich beim Friseur stundenlang unter die Haube, um mit einer Dauerwelle die Natur nachzuahmen. Ob sich das Haar auf dem Kopf fröhlich lockt oder brav und glatt daherkommt, kann man sich eben nicht aussuchen. Die Entscheidung treffen die Gene. Jetzt steht fest, dass das Gen mit dem Namen „Trichohyalin“ dafür verantwortlich ist, wie die Haarstruktur beim Einzelnen ausfällt. Bislang war es nur dafür bekannt, die Bildung der Haarwurzeln zu regeln, jetzt ist klar: beides hängt zusammen.
Studienautor Nick Martin und sein Team analysierten die DNA von 5.000 australischen Zwillingen, die innerhalb von 30 Jahren gesammelt worden waren. Diese verglichen sie dann mit dem Haartyp der Teilnehmer. Dabei fiel ihnen bei den gelockten Zwillingspaaren eine häufige Übereinstimmung eben des Gens Trichohyalin ins Auge. So hatten Sie es als ‚Lockengen’ identifiziert. Für die Forscher steht fest: mit über 90-prozentiger Sicherheit vererben gelockte Eltern ihre Haarpracht an die Kinder.
Haarwurzeln sind der Schlüssel
Biologisch gesehen entstehen die Locken durch die veränderte Verteilung der Hornsubstanz im Haar. Eine Variation Gens Trichohyalin bewirkt diese Veränderung, indem sie Einfluss auf die einzelnen Haarzellen nimmt. Was genau dabei passiert, können die Wissenschaftler noch nicht sagen. „Sicher ist, dass der Unterschied zum glatten Haar durch eine biochemische Eigenschaft der Haarwurzel-Hülle entsteht“, sagt Studienautor Nick Martin.
Europäer haben größtenteils glattes Haar, zu 40 Prozent gewelltes und nur zu 15 Prozent Locken. In Asien ist gelocktes Haar noch rarer, kein Wunder: die Genvariante für glattes Haar entstand, als sich die Evolution von Europäern und Asiaten trennte.



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