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Diagnosefinder
Fortschritte im Kampf gegen Hautkrebs
Hoffnung auf Hautkrebs-Impfung
Mit einer Impfung gegen Hautkrebs erzielten die Ärzte vom Klinikum der Rush University in Chicago in einer Patientenstudie überraschende Erfolge. Jetzt leiten sie einen noch größer angelegten Versuch, um das Medikament auf den Weg zu bringen.
Chemotherapie nur bei 15 Prozent erfolgreich
Wird ein bösartiges Melanom, das ist schwarzer Hautkrebs, rechtzeitig entdeckt, lässt es sich erfolgreich und sicher operativ entfernen. Die Heilungschancen sind sehr gut. Doch für manche Patienten kommt die Diagnose zu spät, der Hautkrebs hat sich schon ausgebreitet und die Überlebenschancen sind schlecht. Für all jene Patienten, die in einem solchen Fall nicht auf die übliche Behandlung wie Chemotherapie ansprechen, könnte der neue Impfstoff noch eine Hoffnung sein. Das sind in der Regel 85 Prozent der Hautkrebspatienten in fortgeschrittenem Stadium.
Zufallsentdeckung
Howard Kaufman von der Rush University hat den Impfstoff bereits an 50 Patienten getestet, nachdem er ihn nur durch Zufall entdeckt hat. Denn eigentlich wurde der Impfstoff gegen Herpesviren entwickelt. Versehentlich landete er in einer Petrischale mit Tumorzellen und zeigte dort seine Fähigkeiten. Er enthält einen gentechnisch veränderten Virus, der Tumorzellen bekämpft und stärkt gleichzeitig die Abwehrreaktion des Körpers gegen das Melanom. Bei den 50 untersuchten Patienten hat Kaufman ihn direkt in das Melanom gespritzt, alle zwei Wochen, etwa ein Jahr lang. Danach waren 26 Prozent von ihnen, also acht Patienten, gesund. Bei vier weiteren dauerte die Behandlung länger und eine zweite Operation war nötig, doch danach waren auch sie krebsfrei. Insgesamt lag die Überlebensrate nach zwei Jahren bei 52 Prozent.
Die vielversprechenden Ergebnisse überprüfen die Ärzte vom Klinikum der Rush University derzeit in einer größeren Studie mit 430 Patienten. „Das sind zwar die besten Ergebnisse, die es je für einen Impfstoff gegen Hautkrebs gab, doch sie müssen erst in einer größeren Studie bestätigt werden, sagt Kaufman.



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