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FSME-Risikogebiet dehnt sich aus


Aktuelle Risikokarte für FSME-Infektion erschienen


Derzeit besteht in 136 Landkreisen in Deutschland die Gefahr, nach einem Zeckenbiss an Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) zu erkranken. Das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlichte dazu die aktuelle Risikokarte. Also neue Risikogebiete erscheinen dort in Baden-Württemberg der Landkreis Heidenheim und in Bayern Memmingen sowie Oberallgäu und Unterallgäu.

Die Gefahr durch einen Zeckenbiss an einer FSME zu erkranken besteht laut der Karte des Robert-Koch-Instituts vor allem im Süden. Betroffen sind die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz.

Impfempfehlung für Einwohner und Urlauber


FSME ist eine Hirnhautentzündung, die von Viren ausgelöst wird. Eine spezielle Therapie gegen die Krankheit gibt es nicht, dafür aber eine vorbeugende Impfung. Wer in einem der Risikogebiete wohnt oder dort Urlaub macht, sollte diese Impfung in Anspruch nehmen.

Doch FSME ist nicht die einzige Infektionskrankheit, die Zecken übertragen: Noch häufiger ist die Borreliose, die durch Bakterien verursacht wird und weltweit verbreitet ist.
Anders als bei FSME gibt es gegen Borreliose keine Schutzimpfung. Deshalb ist es wichtig, einen Zeckenbiss zu vermeiden.

Unterholz und hohes Gras meiden


Helle, geschlossene Kleidung erschwert es den Zecken, ungesehen ans Ziel zu gelangen. Wer außerdem auf festen Wegen bleibt und Unterholz und hohes Gras meidet, verringert sein Risiko deutlich. Zecken hocken in hohen Gräsern, Farnen und Sträuchern, wo Tiere und Menschen sie im Vorbeilaufen von Blättern und Zweigen abstreifen.

Nach einem Aufenthalt im Freien den ganzen Körper nach Zecken absuchen. Bevorzugt lassen sie sich an Kopf und Hals sowie unter den Armen und in den Kniekehlen nieder. Wer eine Zecke entdeckt, muss sie sofort entfernen, um das Infektionsrisiko zu vermindern. Die Bissstelle sollte danach über mehrere Wochen beobachtet werden. Eine Hautrötung um die Stelle, die sich ringförmig ausdehnt, ist ein typisches Anzeichen einer Borreliose. Sie muss vom Arzt behandelt werden, je früher, desto besser.


07.05.2009 | Von: Sibylle Knauß