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Geburt: Betäubung gegen Inkontinenz
Frauen profitieren auch nach der Geburt von PDA
Die Päriduralanästhesie, kurz PDA, ist eine wirksame und sichere Methode, Schmerzen während der Geburt zu betäuben. Jetzt hat sich herausgestellt, dass sie dann nicht nur weniger Schmerzen haben, sondern in der Folge der Geburt auch seltener unter Inkontinenz leiden. Die PDA schützt offenbar die Beckenbodenmuskulatur.
Ohne Schmerzen bei Bewusstsein
Über einen dünnen Katheder leitet der Anästhesist bei der PDA Betäubungsmittel in den Wirbelkanal – bei Risikogeburten, Einsatz von Geburtszange, Kaiserschnitt oder wenn die Gebärende besonders starke Schmerzen hat. Die Frau bleibt dabei bei Bewusstsein, die Schmerzen sind aber ohne Nebenwirkungen zuverlässig betäubt.
Abgesehen von dieser angenehmen Wirkung, hat die PDA offenbar noch eine zweite: Frauen, die sie in Anspruch genommen haben, leiden später seltener an Inkontinenz, einer häufigen Folge von Vaginalgeburten. Sie beanspruchen die Beckenbodenmuskulatur so sehr, häufig senkt sich auch die Blase, sodass die Frauen den Harndrang nicht mehr kontrollieren können. Dann hilft allenfalls noch ein mühsames Training des Beckenbodens.
Entspanntere Muskeln, gezielteres Pressen
Entdeckt hat den Effekt die australische Wissenschaftlerin Clara Shek, die in einer dreijährigen Studie 488 Erstgebärende untersucht hat. Mehr als jede Zehnte erlitt bei der Geburt Schäden an der Beckenmuskulatur. Von den Frauen, die eine Zangengeburt hatte, sogar 35 Prozent, also mehr als jede Dritte. Wie stark die Muskeln geschädigt werden, hing davon ab, wie lange die Presswehen dauerten. Doch bei Frauen, die mit einer PDA betäubt waren, kam es unabhängig von der Art der Geburt viel seltener zu Schäden am Beckenboden.
Die Erklärung dafür ist laut Clara Shek, dass die Betäubung die Muskeln entspannt und sie deshalb weniger verletzlich sind. Außerdem könnten die Frauen nicht spüren, wann es Zeit zu Pressen sei und wann nicht, sodass sie sich allein auf die ärztlichen Anweisungen verlassen und so die Muskeln durch zu frühes oder langes Pressen nicht überstrapazieren.
- Links:
- Die Studienergebnisse erschienen online in der Fachzeitschrift „Osbstricians and Gynaecologists“ (Englisch).



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