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Diagnosefinder
Gedopte Freizeitsportler
Einnahme leistungssteigernder Medikamente noch immer üblich
Doping ist nicht nur ein ewiges Thema im Profisport. Auch viele Freizeitsportler greifen noch immer zu leistungssteigernden Mitteln. Etwa 13 Prozent der Männer, die ihre Muskeln im Fitnesscenter stählen, dopen sich auf diese Weise. Bei den Frauen betrifft es knapp 4 Prozent. Das ergab laut dem Deutschen Ärzteblatt eine Studie der Universität Frankfurt am Main.
Gedopt zum Fitnesstraining
1998 zeigte eine Umfrage in norddeutschen Fitnessstudios bereits, dass viele Amateursportler Dopingmitteln wie Wachstumshormonen oder Anabolika zugeneigt sind. Damals gaben 24 Prozent der Männer an, eines oder mehrere solcher Medikamente zu schlucken. Damit begonnen hatten die meisten im Durchschnitt nach zwei Jahren Training. Ein Drittel der Befragten sagte, die Einnahme erfolge auf ärztlichen Rat.
Nun ermittelte das Team um Christoph Raschka, wie verbreitet Doping heutzutage im Freizeitsport ist. Dafür befragten sie 484 Sportler aus elf Fitnesscentern im Großraum Frankfurt. So zeigte sich, dass Doping bei Freizeitsportlern noch immer eine Rolle spielt. Zwar scheinen die leistungssteigernden Mittel mit insgesamt 17 Prozent nicht mehr ganz so hoch im Kurs zu stehen wie früher – aus den Fitnesscentern verschwunden sind sie aber noch lange nicht.
Prävention noch immer wichtig
Ärzte und Forscher haben also noch einiges an Präventionsarbeit zu leisten. Laut Raschka muss vor allem die Beratung in der Hausarztpraxis besser werden. So kuriere es viele männliche Sportler oft schon, wenn Ärzte sie auf das Impotenz-Risiko durch Doping aufmerksam machen. Doch nicht nur das. Dopenden Freizeitsportlern und -sportlerinnen drohen durch die Einnahme von Hormonen auch so genannte Dopingstigmata wie ein unnormal großes Wachstum von Händen und Füßen oder Haarausfall. Auch können die Mittel Depressionen und Bluthochdruck auslösen.



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