Notdienstapotheken
Serviceapotheken
Apotheken
Ärztliche Bereitschaft
Giftnotruf

Gesund leben | Vorsorge

Eltern und Kind

Gesundheit und Politik

Krankheiten | Therapie

Premium Gesundheitsinfos

Archiv

«
Mai - 2012
»
SMDMDFS
 01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
2728
29
30
31
 

Diagnosefinder

diagnosefinder
Medizinlexikon
A B C D E F G H I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z
Twitter
 
Redaktion apotheken.de » Eltern und Kind » Vorsorge für Kinder

Gefährliche Keime aus der Wabe


Honig macht Säuglinge krank


Honig ist nicht nur beliebt als Brotaufstrich, sondern auch als Hausmittel gegen Wehwehchen vom Husten bis zum Insektenstich. Eltern sollten aber vorsichtig sein, denn Babys macht die süße Leckerei krank. Sie sind besonders anfällig für den seltenen, aber gefährlichen Botulismus. Davor warnt aktuell der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte.

Sporen – Keime in Lauerstellung

Botulismus ist eine bakterielle Vergiftung, die schwere Muskellähmungen verursacht. Wenn die Atmung ausfällt, kann das im schlimmsten Fall sogar tödlich enden. Der Erreger dieser Erkrankung heißt Clostridium botulinum. Das Tückische an ihm: Er bildet Sporen und überlebt in dieser Form auch unter schlechten Bedingungen extrem lange.

Solche robusten Sporen kommen auch in handelsüblichem Honig oder Ahornsirup vor. Für ältere Kinder und Erwachsene ist das kein Problem, für Säuglinge jedoch schon: Weil ihre Darmflora noch nicht voll entwickelt ist, können die Sporen bei ihnen auskeimen und ihr gefährliches Gift absondern.

Dieses Gift schwächt die Kleinkinder so sehr, dass sie ihren Kopf kaum halten und nur schwer atmen und saugen können. Außerdem reagieren sie nur verzögert auf Licht. Erkrankte Säuglinge brauchen möglichst schnell eine intensivmedizinische Behandlung im Krankenhaus. Damit es aber gar nicht erst so weit kommt, sollten Kinder unter einem Jahr prinzipiell keinen Honig oder Ahornsirup bekommen.

Finger weg von verbeulten Büchsen

Wenn Hygiene- und Kühlvorschriften nicht eingehalten werden, können Clostridien auch in anderen Lebensmitteln vorkommen und dort schon vor dem Verzehr auskeimen. In diesem Fall sind sie auch für ältere Kinder und Erwachsene gefährlich. Konservendosen, die sich nach außen wölben, sind oft mit Clostridien verunreinigt. Sie gehören deshalb nicht auf den Tisch, sondern in den Müll.


21.01.2011 | Von: Markus Kessel