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Gegen Kopfschmerzen anlaufen
Jogger haben weniger Migräneanfälle
Während einer Migräneattacke harren Betroffene meist bewegungslos im dunklen Zimmer aus, bis der Anfall vorübergeht. Um dem Kopfschmerz vorzubeugen, hilft aber gerade regelmäßige Bewegung. Forscher des Universitätsklinikums Kiel fanden heraus, dass Joggen und Walken Dauer und Häufigkeit von Migräneanfällen reduziert.
Anfälle seltener und kürzer
Die 52 Studienteilnehmer litten bereits seit 20 Jahren unter Migräne. Über zehn Wochen hinweg gingen sie dreimal wöchentlich 30 Minuten lang Joggen oder Walken. Acht Wochen vor und nach dem Training beobachteten die Ärzte, wie sich die Migräne entwickelte.
Es zeigte sich, dass die Jogginggruppe besonders von der Bewegung profitierte. Bei den Joggern ging die Häufigkeit der Migräneattacken um 17 Prozent und die Dauer der Anfälle um 22 Prozent pro Monat zurück. Auch bei den Walkern war das Training erfolgreich: Sie hatten monatlich mit etwa einer Attacke weniger zu kämpfen.
Schmerzgrenze erhöhen
Die positive Wirkung des Sportprogramms erklären sich die Wissenschaftler so: Ausdauersport beschleunigt den Abbau von Stresshormonen. Dadurch steigt die Schmerzschwelle an – also die Reizstärke, ab der man Schmerz empfindet.
Trotz der guten Erfolge scheint eine Sporttherapie aber nicht für jeden Migräne-Patienten das Richtige zu sein. Von den insgesamt 52 Studienteilnehmern hielten nur 28 den Trainingsplan durch.



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