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Redaktion apotheken.de » Haut, Haare und Nägel

Gesundheitsgefahr Arbeitshandschuhe


Schutzkleidung mit allergieauslösendem Chrom belastet


Bauarbeiter und Hobbybastler schützen sich mit robusten Handschuhen vor Verletzungen oder schädlichen Werkstoffen. Diese Schutzmaßnahme fördert jedoch gleichzeitig Allergien. Denn in vielen Handschuhen versteckt sich ungesundes Chrom. Darauf macht die österreichische Arbeitskammer Burgenland (AK) aufmerksam.

Diagnose "Maurerkrätze"

AK-Konsumschützer testeten zwölf Produkte aus insgesamt sieben Bau- und Supermärkten auf Chromrückstände. Die Hälfte der überprüften Handschuhe hielt dabei dem Test nicht stand. Sie alle waren erheblich belastet. Das ist bedenklich, denn Chrom verursacht – bereits in geringen Konzentrationen – schwere Kontaktallergien. Wirkt es über lange Zeit, drohen auch chronische Schäden wie die „Maurerkrätze“, ein bei Maurern häufig vorkommendes Hautekzem. Die Symptome einer Chromallergie äußern sich besonders stark, wenn die Handschuhe durch Wasser oder Schweiß feucht werden. Dann nämlich lösen sich verstärkt Chrompartikel aus dem Material, die in die Haut vordringen.

„CE“-Marke garantiert Sicherheit

Die meisten Verbraucher ahnen überhaupt nicht, dass Chrom in Arbeitshandschuhen vorkommt. Da Herstellerhinweise meist fehlen, wissen sie daher auch nicht, ob sie chrombelastete Handschuhe kaufen. Auch die Marke verweist nicht unbedingt auf Sicherheit, da von ein und derselben Marke sowohl unbelastete als auch belastete Handschuhe im Regal liegen. Arbeitsmediziner empfehlen daher: beim Kauf auf die Art der Verarbeitung achten. Ihrer Meinung nach besteht nur eine geringe Gesundheitsgefahr, wenn viele Einzelteile vernäht und Baumwollfutter eingearbeitet wurden. Wer jedoch sicher gehen will, sollte auf eine CE-Kennzeichnung achten. Nur sie bescheinigt dem Produkt Sicherheitsstandards einzuhalten.


28.07.2010 | Von: Anke Kopacek