Notdienstapotheken
Serviceapotheken
Apotheken
Ärztliche Bereitschaft
Giftnotruf

Gesund leben | Vorsorge

Eltern und Kind

Gesundheit und Politik

Krankheiten | Therapie

Premium Gesundheitsinfos

Archiv

«
Mai - 2012
»
SMDMDFS
 01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
2728
29
30
 

Diagnosefinder

diagnosefinder
Medizinlexikon
A B C D E F G H I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z
Twitter
 
Redaktion apotheken.de » Gesund leben | Vorsorge » Reisemedizin

Gesundheitsrisiko Langstreckenflüge


Warnung vor Thrombosen wird bekräftigt


Durch langes eingeengtes Sitzen im Flugzeug entsteht Thrombosegefahr. Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie (ESC) hat ihre Warnung vor langen Flugreisen bekräftigt.

Risiko viermal so hoch


Aus einer im medizinischen Fachblatt „Lancet“ veröffentlichten Studie geht hervor, dass das Risiko einer Thrombose bei Langzeitflügen viermal höher ist als im Durchschnitt. Das gilt für Flüge mit einer Länge ab vier Stunden.
Langes Sitzen, niedriger Luftdruck in der Kabine und der geringe Sauerstoffgehalt sind ein Teil des Problems. Hinzu kommt ein Flüssigkeitsmangel durch die trockene Luft.

Gefährdet sind nicht nur Personen, die schon einmal eine Thrombose hatten, sondern auch mit anderer medizinischer Vorgeschichte, etwa Krampfadern, einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder Übergewicht. Aber auch für Gesunde erhöht sich bei Flugreisen die Thrombosegefahr: besonders für Schwangere, Frauen, die die Pille nehmen, und Menschen über 60.

Maßnahmen vor dem Flug


Dr. Kristensen, Vizepräsident der ESC, empfiehlt deshalb: „Um das Risiko zu minimieren, ist es wichtig, viel zu trinken und vor und während des Flugs immer wieder zu gehen.“ Auf Alkohol sollten Flugreisende wegen seiner entwässernden Wirkung verzichten. Außerdem hilft es, die Schuhe auszuziehen und gelegentlich Fitnessübungen im Sitzen zu machen: Zehen und Ferse abwechselnd anheben, Zehen am Boden oder im Schuh fest nach unten biegen, mehrmals das Gesäß anheben ohne aufzustehen. Es kommt darauf an, dass die Wadenmuskeln beansprucht werden und so den Blutfluss unterstützen. Auch mehrmals tief Durchatmen hat diesen Effekt und ist immer leicht durchführbar.

Für Patienten mit mehr als zwei Risikofaktoren empfiehlt es sich, zusätzlich Kompressionsstrümpfe zu tragen. Gesundheitlich vorbelastete Menschen können in Absprache mit ihrem Arzt mit Medikamenten vorbeugen. Eventuell ist eine sichere Prophylaxe durch eine Heparin-Spritze zwei Stunden vor Reiseantritt notwendig. Die Spritze können sich die Patienten auch selbst geben.


08.05.2009 | Von: Stefanie Grutsch