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Diagnosefinder
Gift im Stift
Krebserreger in Filzstiften gefunden
Beim Kauf von Filzstiften, lohnt es sich, gut informiert zu sein. Denn viele der bei Kindern beliebten Malwerkzeuge sind viel höher mit krebserregenden Stoffen belastet, als es das Gesetz erlaubt. Das hat die Testzeitschrift Ökotest herausgefunden.
Krebserreger auch bei teuren Marken
Welche Eltern hätten ihrem Kind je Filzstifte verboten? Dass bunte Stifte zum Malen für kleine Kinder gefährlich sein könnten, daran denkt man nicht unbedingt. Kinder malen damit schon im Kindergarten und jeder Grundschüler hat ein Set Filzstifte in seinem Mäppchen. Doch bei vielen Marken empfiehlt es sich offenbar, es daraus zu entfernen.
Das beweist ein Test der Zeitschrift Ökotest, in dem 19 Filzstiftsets durchgecheckt wurden. Insgesamt sind die Ergebnisse dabei sogar schlechter ausgefallen als beim letzten solchen Test vor neun Jahren. Nur ein Viertel der geprüften Stifte waren ohne große Mängel, nur vier Produkte wurden als „sehr gut“ bewertet. In vier anderen fanden die Tester krebserregende Stoffe und zwar nicht nur in der Farbe, sondern auch in der Hülle der Stifte. In Produkten von Herlitz und drei weiteren Anbietern wiesen sie etwa Blei nach, in einem von Faber-Castell, das in Peru hergestellt wird, Cadmium. Die Mengen an diesen Giftstoffen überschritten das gesetzlich Zugelassene deutlich, die Stifte dürften gar nicht verkauft werden.
Europäische Herstellung besser
Von diesen gefährlichen Krebserregern abgesehen, die die Kinder auch leicht verschlucken, wenn sie an den Stiften herumkauen, waren zwölf andere Filzstiftsets mit Allergieauslösern belastet. In einem Set von Lego fand sich ein Stoff, der Haut und Augen reizt. Insgesamt ist die einzige gute Nachricht bei dem Testergebnis wohl, dass der krebserregende Stoff Benzol, der früher oft in Filzstiften steckte, beim aktuellen Test in keinem Produkt gefunden wurde. Außerdem schnitten die laut Verpackung in Europa hergestellten Filzstifte allesamt mindestens mit der Note „befriedigend“ ab.
- Links:
- Welche Sets ein „sehr gut“ erhielten und den Rest der Testergebnisse im Detail auf der Seite von Ökotest.



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