Gürtelrose am Ohr
Frühzeitige Behandlung verhindert Folgeschäden
Hinter einer Gürtelrose verbirgt sich ein blasig-roter Hautausschlag, der meist nur auf einer Körperseite auftritt. Er kann sich an der Hüfte, am Rücken oder auch am Kopf ausprägen. Normalerweise heilt eine Gürtelrose folgenlos ab. In einzelnen Fällen drohen jedoch chronische Schäden, vor allem beim Ohr. Daher sollten solche Ausschläge so früh wie möglich behandelt werden. Darauf macht der Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte aufmerksam.
Gefahr von Lähmungen
Verursacher einer Gürtelrose sind so genannte Varizella-Zoster-Viren. Diese Viren lösen normalerweise Windpocken aus. Heilen die Windpocken ab, ist zwar die Infektion bekämpft, die Viren allerdings verbleiben im Körper. Dort ruhen sie solange, bis sie durch bestimmte Faktoren wieder aktiviert werden. Dann kommt es zu einer Zweitinfektion und schließlich zur Gürtelrose. Diese breitet sich vor allem um Nervenbahnen herum aus und verursacht unangenehme Nervenschmerzen. Bleibt eine Gürtelrose unbehandelt, können Lähmungen zurück bleiben. Vor allem bei einer Gürtelrose am Ohr ist die Gefahr groß, dass die Gesichtsmuskeln gelähmt bleiben oder Hörprobleme und Gleichgewichtsstörungen auftreten.
Bläschen nicht öffnen
Wer schon mal in seinem Leben Windpocken hatte und einen bläschenartigen Ausschlag feststellt, sollte dringend zum Arzt gehen. Auf keinen Fall aber sollten Betroffene die Bläschen aufkratzen, da diese voll mit Viren sind. Platzen die Bläschen, gelangt eine Vielzahl davon auf die Haut, was die Infektion nur verschlimmert. Bei einer Gürtelrose verabreicht der Arzt zunächst üblicherweise antiviral wirkende Tabletten. Die Bläschen heilen dann allmählich ab und verkrusten. Sobald sich Krusten gebildet haben, verschreiben Ärzte dann Salben-Tamponaden. Das sind salbengetränkte Tampons, mit denen Patienten die Haut abtupfen.





