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Redaktion apotheken.de » Gesundheit und Politik » Arzneimittelversorgung

Hände weg von Pillen aus dem Internet


Gefährliche Nahrungsergänzungsmittel


Wer möchte nicht gerne schlank und jung sein? Pillen aus dem Online-Handel versprechen genau das. Aber Vorsicht: Denn statt zu Schönheit und Jugend führen die Mittelchen aus dem Internet oftmals in die Notaufnahme. Davor warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Wirkstoffe oft nicht angegeben

Die Verbraucherschützer nahmen die Präparate aus dem Online-Handel genauer unter die Lupe. Dazu bestellten sie 70 Produkte aus den Kategorien Anti-Aging, Gewichtsreduktion, Potenzsteigerung und Fitness. Deutschsprachige Webseiten oder Plattformen wie eBay und Amazon boten die Mittel an. Die Ergebnisse der Laboranalyse sind alarmierend: Jedes dritte der Nahrungsergänzungsmittel enthielt Wirkstoffe, die nicht zugelassen waren. Diese gesundheitsgefährdenden Substanzen waren weder auf der Webseite noch auf der Verpackung angegeben.

Mittel führen zu Bluthochdruck und Übelkeit

Einige der Schlankmacher enthielten etwa krebserregende Wirkstoffe. Außerdem fand man den verschreibungspflichtigen Wirkstoff Sibutramin in den Diät-Pillen. Dieser erhöht den Blutdruck, steigert die Herzfrequenz und führt zu starker Übelkeit. In einigen der Potenzmittel befand sich der Wirkstoff Tadalafil. Wer zu viel davon einnimmt, erleidet einen Kreislaufkollaps. Und auch die Fitnessprodukte enthielten gefährliche Substanzen – eine Überdosierung führt bei Freizeitsportlern zu lebensgefährlichen Muskelblockaden.

Lassen Sie deshalb grundsätzlich die Finger von Nahrungsergänzungsmitteln aus dem Internet, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden.


10.10.2011 | Von: Andrea Bronberger