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Häufigkeit von Hautkrebs nimmt zu


Doppelt so viele Hautkrebspatienten wie vor 20 Jahren


Hautkrebs ist die häufigste Tumorerkrankung in Deutschland. Alarmierende Ergebnisse hat die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) jetzt vorgelegt: Im Jahr 2008 erkrankten in Deutschland 135.000 Menschen neu an Hautkrebs, das heißt die Häufigkeit von Hautkrebs hat sich seit 1990 mehr als verdoppelt.

Jährlich sieben Prozent mehr Hautkrebs-Patienten

Die aktuellen Daten der DDG zeigen, dass Hautkrebs nicht mehr nur Menschen im hohen Alter betrifft. Immer mehr Patienten unter 60 Jahren erkranken am malignem Melanom, das auch schwarzer Hautkrebs genannt wird. Der schwarze Hautkrebs ist ein bösartiger Tumor. Er geht von den pigmentbildenden Zellen aus und ist sehr gefährlich, weil er sich schnell im Körper verbreitet. Wird die Erkrankung zu spät erkannt, verläuft sie oft tödlich.

Bis 2050 werde mit einer jährlichen Steigerung gerade bei dem besonders gefährlichen malignen Melanom um sieben Prozent gerechnet, sagt der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention, Prof. Dr. Eckhart W. Breitbart. „Das ist nicht zu verhindern, denn die Schäden sind schon da“, erklärt Breitbart. Nach einer Schädigung der Haut, etwa durch Sonnenbrände, kann es 20 bis 40 Jahre dauern, bis erste Zeichen zu sehen seien.

Regelmäßiges Hautkrebs-Screening muss sein

„Ein Melanom in der obersten Hautschicht ist nur ein blaues Auge“, sagt Breitbart. Deshalb ist die Früherkennung besonders wichtig. Seit Mitte vergangen Jahres wird ein Hautkrebs-Screening flächendeckend angeboten, etwa 90 Prozent aller niedergelassenen Hautärzte in Deutschland führen die Ganzkörperuntersuchung durch. Die Vorsorgeuntersuchung wird für alle Menschen ab 35 Jahren kostenlos als Kassenleistung angeboten. Wird eine Hautkrebserkrankung frühzeitig erkannt, liegen die Heilungschancen bei 95 Prozent, später weit unter 30 Prozent.

Sonnenschutz ernst nehmen


Neben der regelmäßigen Vorsorge von Erwachsenen, empfiehlt die DDG die Aufklärung über einen vernünftigen Umgang mit Sonne und Licht vor allem für Kinder. Denn Sonnenbrände im Kindesalter erhöhen das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken.


06.05.2009 | Von: Judith Kaiser