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Redaktion apotheken.de » Erkrankungen im Alter

Haustiere für ältere Menschen


Tiere sind gesund für Körper und Seele


Haustiere können verhindern, dass der Alltag von älteren Menschen langweilig und gleichförmig wird. „Sie helfen nicht nur gegen Vereinsamung und Antriebslosigkeit, sondern sorgen auch dafür, dass der Tag in sinnvolle Einheiten eingeteilt wird“, sagt Oliver Buck-Werner, Tierarzt und Autor aus Bochum. Er hält es für sinnvoll, wenn ältere Menschen sich ein Haustier anschaffen.

„Im Alter werden Menschen langsamer und etwas ungeschickter, und es wird ihnen oft die Arbeit aus der Hand genommen, was den Stolz und das Selbstwertgefühl verletzt“, sagt Buck-Werner. „Im Umgang mit Tieren ist das nicht der Fall, sind diese doch abhängig von ihren Haltern, werten nicht über ihre Besitzer und kennen keine Gebrechlichkeit.“ 

Hunde eignen sich für mobile Senioren

Hunde sind für Senioren gut geeignet, da sie Körper und Seele positiv ansprechen. „Als Beziehungs- oder Familienersatz sind Hunde am besten“, meint Prof. Martin Kramer von der Klinik für Kleintiere an der Uni Gießen. „Sie sind stark auf ihre Halter bezogen und hören immer zu, wodurch in der Regel eine engere Bindung entsteht als zu anderen Haustieren.“

Allerdings sind die Kosten für Steuer, Futter und Tierarztbesuche zu berücksichtigen. Außerdem sind die Halter gezwungen, sich intensiv mit dem Tier zu beschäftigen und täglich spazieren zu gehen.

Nicht alle Rassen sind für Senioren zu empfehlen. „Hunderassen, die sehr viel Auslauf brauchen, sind nicht geeignet“, erklärt Kramer. „Sinnvoll sind kleine und mittelgroße Hunde. Man sollte auch darauf achten, dass die Wohnung nicht zu klein ist und dass das Tier im Krankheitsfall vielleicht die Treppe hoch getragen werden muss.“

Katzen für Menschen, die viel zu Hause sind

Katzen kommen für Menschen infrage, die nicht mehr so gut zu Fuß sind oder das Haus nicht mehr verlassen können, denn sie können allein ins Freie. Katzen sind zwar kommunikativ und suchen den Kontakt zum Menschen, doch sie können auch sehr eigenwillig sein. Dadurch entsteht manchmal kein so inniges Verhältnis wie zu einem Hund. Durch intensive Beschäftigung kann aber auch eine Katze sehr anhänglich werden.

Auch das Halten einer Katze, wirkt sich auf ältere Menschen positiv aus. Das Streicheln einer Katze - wie auch eines Hundes - erfüllt die Sehnsucht nach Nähe und Zärtlichkeit, wirkt beruhigend, und es werden Glückshormone ausgeschüttet. Das verlangsamt die Herzfrequenz und senkt den Blutdruck.

Vögel und Nager als Hausgenossen

Viele ältere Menschen halten gerne Kanarienvögel oder Wellensittiche. Zwar machen sie auch Dreck und Arbeit, aber sie beleben die Umgebung und man kann sie im Zimmer frei fliegen lassen. Allerdings werden Kanarienvögel und Wellensittiche nur dann sehr zutraulich und auf den Halter fixiert, wenn sie einzeln gehalten werden, was nicht artgerecht ist.

Kleintiere wie Meerschweinchen oder Kaninchen sind seltener Hausgenossen von älteren Menschen. Dabei sind sie praktisch für Leute, die nicht mehr jeden Tag die Wohnung verlassen können. Sie lassen sich außerdem gerne streicheln und haben auch in einer eher kleinen Wohnung Platz


05.11.2009 | Von: Dorothee Steeb