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Haut kann sich nicht selbst schützen
Mythos Abhärtung: Haut gewöhnt sich nicht an Sonne
Durch regelmäßige Sonnenbäder gewöhnt sich die Haut nicht, wie vielfach angenommen, an die Sonnenstrahlung, sodass dadurch auch das Risiko eines Sonnenbrandes nicht sinkt. Das belegt jetzt eine Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).
Erbsubstanz erheblich geschädigt
Bislang gab es die Theorie, dass die Haut, wenn sie regelmäßig der Sonne ausgesetzt ist, so genannte Lichtschwielen bildet, um ihren Eigenschutz zu erhöhen. Diese Verdickungen der oberen Hautschichten sollen ein Eindringen von UV-Strahlung in tiefere Hautschichten verhindern. Die BAuA-Studie beweist, dass das nicht stimmt: Lichtschwielen bilden sich nur nach einem Sonnenbrand. „Bis es zum, wenn auch minimalen, Anstieg der Eigenschutzleistung der Haut gegenüber UV-Strahlung kommt, wird die Erbsubstanz erheblich geschädigt“, lautet das Ergebnis der BAuA. Und geschädigtes Erbgut bedeutet erhöhtes Krebsrisiko.
Sonnenschutz unverzichtbar
Die BAuA untersuchte den Eigenschutz der Haut bei Beschäftigten mit ständiger Tätigkeit im Freien im Verlauf eines Jahres. Die Hauttypen I bis III, zu denen mehr als 90 Prozent der Beschäftigten zählen, entwickelten keinen so hohen Hauteigenschutz, dass dieser einen Sonnenbrand verhinderte. Der Eigenschutz der Haut stieg um den Faktor 1,5 – vergleichbar mit dem Lichtschutzfaktor 1,5 – also in einem zu vernachlässigenden Maße. Bei stärker gebräunten Arbeitern, die ihren Rücken auch in der Freizeit häufig der Sonne aussetzen, stieg der Eigenschutz auf das Niveau eines Lichtschutzfaktors 2. Diese Hautreaktion zeigten auch Teilnehmer der Vergleichsgruppe: Büroarbeiter, nach einem dreiwöchigen Sommerurlaub. Fazit: Wer sich vor Hautkrebs schützen will, kann nie auf ausreichenden Sonnenschutz durch Kleidung und Sonnenschutzmittel verzichten.



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