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Diagnosefinder
Hautärzte und Apotheker kooperieren
Viele Salben werden per Hand gemischt
Hautprobleme sind von Mensch zu Mensch verschieden und brauchen deshalb speziell angepasste Medikamente. Solche individuell gemischten Arzneimittel sind bei vielen Hautkrankheiten unverzichtbar. Patienten mit Neurodermitis, Schuppenflechte und anderen Erkrankungen kennen das Problem und schätzen die individuell für sie hergestellten Cremes und Salben aus ihrer Apotheke.
Bessere Arzneimittel durch Zusammenarbeit
Hautärzte verordnen jedes Jahr fünf Millionen Arzneimittel nach spezieller Rezeptur, die in den Apotheken hergestellt werden. Um die Qualität dieser Rezepturmedikamente zu verbessern und flächendeckend auf gleichem Niveau zu halten, arbeiten Hautärzte und Apotheker seit etwa einem Jahr eng zusammen. „Unser Ziel ist es, das spezielle Wissen des Arztes mit dem des Apothekers zu vereinen und so bessere Arzneimittel zu machen“, sagt Andreas Kiefer von der Bundesapothekerkammer (BAK).
Verbesserte Rezepturformeln
Mehrere hundert Rezepturen wurden im Rahmen dieses Projekts bereits überarbeitet. Beim Verordnen berücksichtigt der Hautarzt die Grunderkrankung, die Vorgeschichte sowie Hautbesonderheiten des Patienten. Ärzte sind aber keine Spezialisten in der Herstellung von Rezepturarzneimitteln, weshalb die Auswahl der Wirkstoffe und Grundlagen nicht immer plausibel ist. Deshalb werden die von den Hautärzten verordneten Rezepturformeln von spezialisierten Apothekern auf pharmazeutische Qualität und Stabilität überprüft und durch konkrete Korrekturvorschläge verbessert. Durch die Kooperation des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen und der Apothekerkammern der Länder soll nun eine praxisnahe Sammlung standardisierter Rezepturformeln entstehen.



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