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Hepatitisimpfung vor Türkeireise
Für Osterurlaub rechtzeitig impfen lassen
Wer plant, in die Türkei zu reisen, sollte nicht auf eine Impfung gegen Hepatitis A verzichten. Das gilt auch für Pauschalreisende, denn in der Türkei sind die ansteckenden Hepatitisviren A weit verbreitet. Zuletzt gelangten sie von dort in getrockneten Tomaten bis nach Holland und Frankreich. Davor warnt der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI).
Zehn Tage bis Impfschutz einsetzt
Nicht nur Rucksacktouristen und Abenteurer brauchen in der Türkei eine Impfung gegen Hepatitis A. Auch wer einen geruhsamen Pauschalurlaub über die Osterfeiertage plant, sollte sich vorher impfen lassen. „Man infiziert sich über die Nahrung – das kann auf einem Markt genauso passieren wie in der geschlossenen Hotelanlage“, sagt Thomas Löscher. Der Leiter des Münchner Tropeninstituts.
Zehn Tage vor der Abreise sollten Urlauber sich impfen lassen, dann bietet die erste Impfung ausreichend Schutz. Nacht etwa sechs Monaten folgt dann die zweite Impfung, die mindestens zehn Jahre lang immun gegen den Erreger macht. Prinzipiell wird eine Impfung gegen Hepatitis A auch hierzulande empfohlen. Zwar verläuft die Hepatitis A meist mild und heilt wieder ganz aus, doch für ältere Menschen kann sie auch tödlich enden.
Noch keine Fälle in Deutschland
Dass auch in Westeuropa immer wieder mit einer Infektion zu rechnen ist, zeigen die jüngsten Fälle in Frankreich und Holland. Seit Anfang des Jahres sind in den Niederlanden mindestens 14 Menschen an einer Hepatitis A erkrankt, nachdem sie getrocknete Tomaten aus der Türkei gegessen haben. Das teilte die Europäische Seuchenbehörde ECDC mit. Seit Anfang März häufen sich auch in Frankreich die Krankheitsfälle durch mit Hepatitis-A-Viren belastete Tomaten. Für Deutschland meldet das Robert-Koch-Institut noch keine Hepatitis-A-Infektionen, die auf getrocknete Tomaten aus der Türkei zurückzuführen sind. Ob solche Tomaten hierzulande im Handel sind, ist laut BDI derzeit nicht bekannt.



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