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Herzstudien: zu wenig Frauen
Tests vernachlässigen weibliche Aspekte
Frauenherzen ticken anders. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Deshalb müssen Herzschrittmacher oder künstliche Herzklappen auch weiblichen Bedürfnissen entsprechen. In der Praxis ist das aber offenbar nicht der Fall, denn in Studien zur Zulassung solcher Geräte mangelt es vor allem an einem: Frauen.
Frauenherzen haben andere Ansprüche
Dass sich bei Frauen Herzleiden wie Herzinfarkt anders äußern als bei Männern, ist Medizinern schon länger bekannt. Es gibt sogar Forschungsgruppen, die sich nur mit geschlechtsspezifischen Aspekten von Herzerkrankungen befassen. Der große Unterschied liegt dabei in der Statur von Frauen begründet. Sie sind in der Regel kleiner und zierlicher. Daher wirken bei ihnen auch Medikamente ganz anders als bei Männern. Aber nicht nur das. Auch ihr Blutkreislauf arbeitet anders, sodass ihre Herzen andere Ansprüche haben an Herzschrittmacher und Co.
In Studien herrscht Männerüberhang
Obwohl sich Mediziner dessen bewusst sind, kann von Emanzipation in Sachen Herzgesundheit keine Rede sein. Noch immer spielen Frauen in Studien zur Zulassung solcher Geräte eine untergeordnete Rolle.
Forscher der Universität Kalifornien in San Francisco untersuchten dazu Daten von 123 Zulassungsstudien. Diese Studien prüften die Wirksamkeit von 78 medizinischen Hilfsmitteln wie künstliche Herzklappen oder implantierte Herzschrittmacher. In 28 Prozent der Fälle fanden die Forscher gar keine Angaben zu den Geschlechterverhältnissen. Bei den Studien, die diese offenlegten, betrug der Männeranteil durchschnittlich 67 Prozent. Das zeigt, dass das Geschlechterverhältnis alles andere als ausgeglichen ist.



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