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Diagnosefinder
Impfstoff gegen Schweinegrippe
Höchste Pandemie-Alarmstufe treibt Impfstoffproduktion an
Die Schweinegrippe breitet sich weltweit aus, so dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die höchste Alarmstufe ausgerufen hat. Fast zeitgleich meldet der Pharmakonzern Novartis in Basel die erfolgreiche Entwicklung eines Impfstoffs. Dieser wurde aufgrund eines Wildtyps des Schweinegrippevirus A H1 N1 entwickelt. Als Basis wurden Zellkulturen statt der üblichen Eier verwendet. Diese alternative Methode zur Impfstoffproduktion wird von Novartis vorangetrieben. Klinische Versuche sind im Juli geplant. Die Massenproduktion könnte im Herbst anlaufen.
Keine Panik
In Deutschland wurden seit April 229 Verdachtsfälle der Schweinegrippe bestätigt. Bislang nehmen die meisten Erkrankungen hierzulande einen milden Verlauf. Eine besondere Behandlung ist nicht nötig und die Erkrankung nicht tödlich. Pandemie-Phase 6 bedeutet nach Angaben der WHO auch nicht, dass das Virus gefährlicher geworden ist, sondern dass die Ansteckungszahlen hoch sind und sich die Erkrankung geografisch stark ausbreitet. Die Feststellung der Pandemie durch die WHO soll die Produktion von Grippemedikamenten beschleunigen. Auch die Regierungen sind verstärkt aufgefordert, sich um eine Eindämmung der Epidemie zu bemühen.
Auf Hygiene achten
Das Robert Koch Institut (RKI) geht davon aus, dass auch in Deutschland weitere Erkrankungen auftreten werden. Die Bedeutung von persönlichen Hygienemaßnahmen steigt, angesichts der aus betroffenen Staaten eingeschleppten und vor Ort auftretenden Infektionen. So lange noch nicht flächendeckend geimpft werden konnte, sind Vorsichtsmaßnahmen besonders wichtig. Wer Kontakt zu Reiserückkehrern hat oder überhaupt mit vielen Menschen in Kontakt kommt, etwa in Schulen oder bei Großveranstaltungen, sollte folgende Hygienemaßnahmen beachten:
- Oft und gründlich Händewaschen, vor allem nach Personenkontakt, Benutzung von Sanitäreinrichtungen und vor dem Essen.
- Nicht in die Hände husten, sondern in ein Einmaltaschentuch oder zur Not den Ärmel.
- Beim Husten Abstand zu anderen Menschen halten und sich abwenden.
- Beim Naseputzen ein Einmaltaschentuch benutzen und nach Gebrauch sofort im Mülleimer entsorgen.
- Mehrmals täglich mindestens 10 Minuten die Räume lüften.
- Hygienemasken gewährleistet keinen zuverlässigen Schutz vor Ansteckung. Sie senken lediglich die Menge an Erregern, die in die Umgebung abgegeben wird.
- Bei Verdacht auf eine Erkrankung den Arzt anrufen und wegen der Ansteckungsgefahr nicht direkt eine Praxis aufsuchen.
- Während der Erkrankung möglichst zu Hause bleiben, um weitere Ansteckungen zu verhindern. Besonders großen Abstand zu Säuglingen, Kindern, alten und chronisch kranken Menschen halten.
Allgemeine Maßnahmen:
- Auf erste Anzeichen einer Erkrankung achten. Die Symptome der Neuen Grippe A/H1N1 ähneln den Symptomen der jährlichen Grippe im Winter: Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit, Appetitlosigkeit. Einige Menschen, die mit dem Erreger der Neuen Grippe A/H1N1 infiziert waren, berichteten auch über Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
- Vorsicht bei Reisen in Risikogebiete. Flugreisende aus Ländern, in denen Schweinegrippe aufgetreten ist, müssen an den Zielflughäfen mit verschärften Einreisekontrollen im Verdachtsfall mit Quarantänemaßnahmen rechnen. Reise- und Sicherheitshinweise für einzelne Länder liefert das Auswärtige Amt.
- Links:
- Reise- und Sicherheitshinweise liefert das Auswärtige Amt.
Informationen zur Schweinegrippe bietet das Robert Koch Institut.



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