Notdienstapotheken
Serviceapotheken
Apotheken
Ärztliche Bereitschaft
Giftnotruf

Gesund leben | Vorsorge

Eltern und Kind

Gesundheit und Politik

Krankheiten | Therapie

Premium Gesundheitsinfos

Archiv

«
Mai - 2012
»
SMDMDFS
 01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
2728
29
30
31
 

Diagnosefinder

diagnosefinder
Medizinlexikon
A B C D E F G H I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z
Twitter
 
Redaktion apotheken.de » Gesund leben | Vorsorge » Ernährungsmedizin

Keine Allergie:


Allergie-Tests nicht geeignet


Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit wird fälschlicherweise häufig mit einer Nahrungsmittelallergie gleichgesetzt. Deshalb glauben viele Betroffene, herkömmliche Allergie-Tests könnten Nahrungsmittelunverträglichkeiten nachweisen. Das ist aber nicht der Fall. Allergie-Tests sind laut der Europäischen Akademie für Allergologie und Klinische Immunologie (EAACI) zur Unverträglichkeitsbestimmung ungeeignet.

Unverträglichkeit ist keine Immunreaktion

Allergie-Tests beruhen auf der Bestimmung von Antikörpern im Blut. Diese werden bei Nahrungsmittelallergien vom Immunsystem gebildet und verursachen eine Abwehrreaktion auf bestimmte Lebensmittel. Nahrungsmittelunverträglichkeiten hingegen lösen keine Immunreaktion mit Bildung von Antikörpern aus und sind daher mit  solchen Tests nicht nachweisbar. Diese Tatsache hält jedoch manchen Anbieter nicht davon ab, solche Allergie-Tests als Nachweisverfahren für Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu verkaufen und die Patienten so in die Irre zu führen.

Unverträglichkeiten entstehen durch einen Mangel an bestimmten Eiweißen, die für den Abbau von Lebensmitteln benötigt werden. Solch ein Mangel ist entweder genetisch bedingt oder im Laufe des Lebens erworben. Bei Menschen, die beispielsweise keine Milch vertragen, kann der Zucker in der Milch, die Laktose, nicht verwertet werden. Als Folge dieser Milchzucker-Intoleranz treten Beschwerden auf wie Blähungen, Bauchkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Unverträgliche Nahrungsmittel meiden

Treten solche Symptome bei bestimmten Lebensmitteln gehäuft auf, kann es sein, dass eine Unverträglichkeit vorliegt. Bei Verdacht ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Der kann durch gezielte und geeignete Tests eine Intoleranz genau bestimmen. Eine Milchzuckerunverträglichkeit lässt sich etwa durch einen Wasserstoff-Atemtest oder Gen-Test nachweisen. Ein Symptom-Tagebuch hilft zudem, der Unverträglichkeit auf die Spur zu kommen. Die einfachste Therapie-Maßnahme ist, unverträgliche Nahrungsmittel zu meiden. Der Arzt gibt hilfreiche Tipps, wie sich Betroffene trotz Nahrungsmittel-Intoleranz ausgewogen ernähren können.


01.02.2010 | Von: Anke Kopacek