Notdienstapotheken
Serviceapotheken
Apotheken
Ärztliche Bereitschaft
Giftnotruf

Gesund leben | Vorsorge

Eltern und Kind

Gesundheit und Politik

Krankheiten | Therapie

Premium Gesundheitsinfos

Archiv

«
Mai - 2012
»
SMDMDFS
 01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
2728
29
30
31
 

Diagnosefinder

diagnosefinder
Medizinlexikon
A B C D E F G H I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z
Twitter
 
Redaktion apotheken.de » Eltern und Kind » Geburt und Stillzeit

Jede fünfte Mutter stillt nicht


Nicht jedes Baby bekommt die gesunde Muttermilch


Muttermilch ist genau darauf abgestimmt, was ein Baby braucht - kein Fertigprodukt kann das ganz ersetzen. Sind Mutter und Kind erst einmal ein eingespieltes Team, ist das Stillen auch unkomplizierter und günstiger als Fläschchen.

Trotzdem kann aus unterschiedlichen Gründen nicht jede Frau ihr Baby stillen: Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse stillt jede fünfte Mutter ihr Baby überhaupt nicht. Nur sechs von zehn Säuglingen bekommen länger als drei Monate Muttermilch.

Gebildete Mütter stillen häufiger

Ob eine Mutter stillt, hängt offenbar mit ihrem Bildungsgrad zusammen: Nur jede zehnte Mutter mit Abitur oder Studium gab an, nicht gestillt zu haben. Bei den Müttern mit Hauptschulabschluss war es fast jede Dritte. Der Grund dafür sind möglicherweise unterschiedliche Arbeitsbedingungen der Frauen. Auch Frauen, die auf dem Dorf oder in Kleinstädten leben, geben häufiger die Brust als Großstädterinnen. Die Umfrage zeigt außerdem ein Ost-West-Gefälle: In den neuen Bundesländern stillen neun von zehn Frauen, in den alten acht von zehn, diese aber länger.

Vier von zehn stillenden Müttern gaben an, dass sie die Stillzeit früher abbrechen mussten als sie sich vorgenommen hatten. Grund war bei über der Hälfte der Frauen, dass sie zu wenig Milch hatten. Stillprobleme wie eine entzündete Brust oder Schmerzen machte jede Vierte für den vorzeitigen Still-Stopp verantwortlich.

Stillen schützt vor Allergien, Asthma und Neurodermitis

Die Nationale Stillkommission am Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, sechs Monate voll zu stillen. Das stärkt das Immunsystem der Babys, schützt vor Allergien und beugt späterem Übergewicht vor.

Auch die Mütter selbst profitieren vom Stillen: Frauen, die gestillt haben, haben ein geringeres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Und sie erreichen nach der Geburt leichter wieder ihr Normalgewicht. Außerdem schüttet der Körper beim Stillen ein Hormon aus, das die Rückbildung der Gebärmutter unterstützt.


11.03.2010 | Von: Dorothee Steeb