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Jugendliche schlecht aufgeklärt
Jeder vierte Jugendliche hatte schon ungeschützten Sex
Jugendliche fühlen sich heutzutage zwar bestens aufgeklärt, begehen aber dennoch viele Fehler im Umgang mit Sexualität. Was die Verhütung betrifft, sind sie häufig zu leichtsinnig und sich der Gesundheitsgefahren offenbar nicht bewusst.
Laut einer Befragung des deutschen Marktforschungsinstituts Iconkids & Youth verhütet jeder vierte Jugendliche gelegentlich nicht, wenn er mit einem Partner schläft. An der Befragung haben insgesamt 1.228 Mädchen und Jungen zwischen 11 und 17 Jahren teilgenommen. Rund jeder Zehnte davone gab an, er habe bei seinem „Ersten Mal" nicht verhütet. Als Gründe nannten die Betroffenen: „Wir haben nicht an Verhütung gedacht" und „Wir hatten keine Verhütungsmittel dabei".
Wissenslücken beim Thema Verhütung
Fast die Hälfte aller 16-Jährigen hat bereits Sex gehabt, bei den 17-Jährigen sind es 64 Prozent. Viele Jugendliche fühlen sich inzwischen zwar besser aufgeklärt als frühere Jahrgänge: So sagen mehr als 80 Prozent der 16- bis 17- Jährigen, sie wüssten „sehr gut" oder „eher gut" über Sexualität Bescheid. Vor drei Jahren lagen die Werte noch bei 67 beziehungsweise 72 Prozent. Dennoch haben viele Teenager immer noch Wissenslücken, wenn es um Verhütung geht: So denkt zum Beispiel über ein Viertel der Jugendlichen, die "Pille danach" sei ein normales Verhütungsmittel. Und jeder Fünfte hält „Aufpassen" für sicher und glaubt fälschlicherweise, es reiche zum Verhüten aus, den Penis kurz vor dem Samenerguss aus der Scheide zu ziehen.
„Pille danach" nur im Notfall
Bei der so genannten Pille danach handelt es sich um ein Notfallverhütungsmittel, darauf weist der Bundesverband der Frauenärzte anlässlich der Studie hin. Diese Pille kann ausnahmsweise hilfreich sein, wenn es an fruchtbaren Tagen zu ungeschütztem Sex gekommen ist oder wenn eine Verhütungsmethode versagt hat, beispielsweise ein Kondom gerissen ist. Das Präparat enthält das Gestagen Levonorgestrel in hoher Dosierung und eignet sich daher keineswegs als „normale" Verhütungsmethode.
Sie sollte innerhalb von zwölf Stunden nach der Verhütungspanne eingenommen werden, jedoch nicht später als nach 72 Stunden. Neuerdings gibt es auch ein Präparat, das länger wirkt (apotheken.de berichtete). Prinzipiell verhindert das rezeptpflichtige Medikament, dass die Eizelle sich in der Gebärmutter einnistet. Hat sich bereits ein befruchtetes Ei eingenistet, ist das Mittel nutzlos. Nach der Einnahme ist mit Nebenwirkungen zu rechnen: Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit und Schwindel drohen.



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