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Redaktion apotheken.de » Diagnose und Therapieverfahren

Kapselendoskopie auf Rezept


Diagnoseverfahren künftig Kassenleistung


Bereits im November 2010 hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschlossen, die Kapselendoskopie in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) aufzunehmen. Heute tritt diese Neuregelung in Kraft.

Dünndarm von A bis Z

Ärzte verwenden die Kapselendoskopie hauptsächlich, um den Ursachen unklarer Dünndarmblutungen auf die Spur zu kommen. Lange Zeit war es für Ärzte schwierig, den Dünndarm genauer zu untersuchen. Übliche Endoskope, die von außen in den Körper geschoben werden – etwa bei der Untersuchung des Dickdarms – erfüllten ihren Zweck nur schlecht. Das liegt daran, dass der Dünndarm aufgrund seiner Länge und seiner Lage viel schlechter für diese Technik zugänglich ist. Die Kapselendoskopie füllt diese Lücke. Dabei entsenden Ärzte eine frei schwimmende Digitalkamera in Form einer Kapsel in den Dünndarm. Diese ist so klein und beweglich, dass sie ohne Probleme überall hingelangt und so freie Bahn im gesamten Dünndarm hat.

Krankenkassen geben grünes Licht

Ab heute können Patienten mit Dünndarmbeschwerden solch eine Kapselendoskopie also auch auf Kosten der Krankenkasse in Anspruch nehmen. „Damit steht diesen Patientinnen und Patienten künftig eine innovative, genaue und schonende Untersuchungsmethode zur Verfügung“, erklärt Harald Deisler, Mitglied des G-BA. Bekommt nun also jemand eine Kapselendoskopie, kann er vorab die Kostenübernahme beantragen. Alternativ kann er sich aber auch nachträglich die Kosten erstatten lassen.


03.02.2011 | Von: Dr. nat. med. Anke Kopacek