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Redaktion apotheken.de » Aging und Antiaging

Karate hält im Alter fit


Geistig wacher dank Kampfsport


Kampfsport ist ein echter Jungbrunnen für ältere Menschen: Karate hält sie nicht nur körperlich, sondern auch geistig fit. Das haben Forscher der Universität Regensburg herausgefunden.

Mit Training bis ins hohe Alter vital

Sobald wir erwachsen werden, bauen wir körperlich ab. Im höheren Alter lässt auch die geistige Fitness nach. Doch wer Sport treibt, kann beidem entgegenwirken. Hierfür lieferten Forscher der Universität Regensburg in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Karatebund nun einen weiteren Beleg.

Im Zentrum des Experiments stand die Frage: Verbessert Karatetraining die geistige Leistungsfähigkeit? Zur Untersuchung teilten die Forscher 48 Senioren zwischen 63 und 93 Jahren in vier Versuchsgruppen auf. Die erste Gruppe übte gar keinen Sport aus, die zweite Gruppe trainierte ihre körperliche Fitness, die dritte Gruppe machte ausschließlich geistige Übungen. Die vierte Gruppe trainierte Karate. Jeweils vor und nach den Trainingseinheiten testeten die Forscher die geistige Leistungsfähigkeit und die emotionale Stimmung der Senioren. Das Fazit: Alle aktiven Senioren verbesserten ihre geistige Fitness. Am besten schnitten jedoch die Teilnehmer der Karate-Gruppe ab.

Karate geistig besonders herausfordernd

Nach Ansicht der Forscher liegt das gute Abschneiden der Karate-Senioren daran, dass die Teilnehmer sich beim Karatetraining besonders komplizierte Bewegungsabläufe merken mussten. Das schult den Geist. Dieser Aspekt wird bei vielen anderen körperlichen Betätigungen, wie beispielsweise beim Spazierengehen, vernachlässigt. Karate hingegen trainiert Körper und Geist. Darüber hinaus wies das Forscherteam nach, dass die Karate-Senioren weniger depressive Stimmungen zeigten. Sie waren also glücklicher als zuvor.


17.11.2011 | Von: Sandra Göbel