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Kennzeichnung von Lebensmitteln
Nährwertkennzeichnung bleibt Älteren unverständlich
Welche Nährwertkennzeichnung auf Lebensmitteln die Beste ist, darüber wird derzeit heftig gestritten. Oft kommt dabei die Frage zu kurz, was von Verbrauchern verstanden und zur Einschätzung von Lebensmitteln tatsächlich genutzt wird. Um das herauszufinden, führten Forscher an der Universität Gießen eine Studie zur Akzeptanz von Nährwertkennzeichnungen bei der Generation 50plus durch. Das Ergebnis: Die älteren Verbraucher schätzen die Kennzeichnung, kommen aber mit den derzeitigen Angaben oft nicht zurecht.
Informationsbedürfnis sollte im Mittelpunkt stehen
Die Ernährungswissenschaftlerin Lisa Jansen von der Universität Gießen führt derzeit die Studie "Akzeptanz Neuer Nährwertkennzeichnung im Alter 50plus" (ANNA 50plus) durch. Bereits vor Abschluss sind deutliche Tendenzen feststellbar: Verbraucher ziehen die Nährwertangaben durchaus zur Auswahl ihrer Lebensmittel heran. Nur schwer können sie jedoch die Prozentangaben sowie den eigenen Kalorienbedarf einschätzen. Mit größerem Ernährungswissen, Einkommen und höherem Bildungsgrad steigt das Verständnis für die Kennzeichnung.
Jansen zog daraus den entscheidenden Schluss: "Im Mittelpunkt der gegenwärtigen Diskussion sollte vor allem das Informationsbedürfnis der Verbraucher stehen". Nur wenn Verbraucher über grundlegende Ernährungskenntnisse verfügen, könne Nährwertkennzeichnung eine Hilfestellung für die Zusammenstellung einer ausgewogenen Ernährung sein.
Die beste Lösung für die Verbraucher
Die Darstellung der Werte spielt eine Rolle für Verständnis und Akzeptanz. Sollte das britische Ampelsystem Vorbild für Deutschland sein? Bei dieser Lebensmittelkennzeichnung werden die einzelnen Bestandteile eines Produktes aufgelistet und mit den Farben grün, gelb oder rot markiert, je nachdem wie gesund sie für den Verbraucher sind. Die Lebensmittelhersteller bevorzugen dagegen GDA, das ist die Abkürzung für „Guideline Daily Amounts“, also „Richtwerte für die Tageszufuhr". Diese Angaben sind inzwischen auf 80 Prozent der deutschen Lebensmittel zu finden. Die Verbraucher können daran erkennen, welchen prozentualen Anteil Fett, Zucker, Salz, gesättigte Fettsäuren und Energie ein Lebensmittel liefert, bezogen auf eine Portion und den Tagesbedarf eines Erwachsenen.
- Links:
- Mehr Information über Lebensmittelkennzeichnungen veröffentlicht der aid infodienst für Verbraucher.



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